Der Däne trotz akuter Personalsorgen in Wolfsburg ohne Chance

Bendtner allein zu Haus

Nicklas Bendtner

Außen vor beim VfL Wolfsburg: Nicklas Bendtner. picture alliance

Alle, die noch fit waren, fuhren mit nach Berlin. Nur einer blieb allein zu Hause, wieder einmal. Wie schon unter der Woche beim Champions-League-Spiel in Gent (3:2) verzichtete Dieter Hecking auf die Dienste von Nicklas Bendtner und ließ einen Platz im Kader frei. Der Coach will sich zu dieser Personalie nicht mehr äußern, dafür spricht der Manager. "Der Trainer", so Klaus Allofs, "nimmt die Spieler mit, bei denen er denkt, dass sie ihm helfen können." Bendtner, so viel ist klar, vermittelt diesen Eindruck längst nicht mehr. Die Hoffnung, dass der Stürmer noch einmal zur Hilfe wird, ist auf den Nullpunkt gesunken. Deswegen reicht es nicht einmal mehr dann für einen Kaderplatz, wenn die personelle Not so groß ist wie am Wochenende. "Klar ist das eher außergewöhnlich", sagt Allofs. "Das sollte ihm aufzeigen, in welcher Situation er sich befindet, auch leistungsmäßig. Wir müssen jetzt nicht den Bus vollkriegen. Es geht darum, dass man bei denen, die auf der Bank sitzen, sagen kann: die können helfen."

Bei Bendtner, der stattdessen am Samstag in Wolfsburg eine Trainingseinheit absolvierte, ist dieser Glaube gänzlich abhanden gekommen. Das Tischtuch zwischen Trainer und Spieler scheint endgültig zerschnitten, es ist nur schwer vorstellbar, dass sich am Status des Stürmers noch einmal etwas ändert. Auch wenn Allofs sagt: "Natürlich gibt es da einen Weg zurück."

Thomas Hiete

Bilder zur Partie Hertha BSC - VfL Wolfsburg