Mit dem FCN wartet ein weiteres Top-Team auf die Fortuna

Düsseldorf will sich an "eigener Messlatte" orientieren

Marco Kurz

Kann Düsseldorf auch gegen Aufstiegskandidat Nürnberg bestehen? Fortuna-Coach Marco Kurz. picture alliance

Für Düsseldorfs Trainer Kurz ist das Spiel gegen Nürnberg nicht nur eine wichtige Liga-Partie, sondern auch ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein, bei dem Kurz von 1990 bis 1994 gespielt hatte. "Es ist für mich ein Spiel wie jedes andere", sagt der 46-Jährige, als er am Freitag auf der Pressekonferenz auf seine Nürnberger Vergangenheit angesprochen wird. Statt in Erinnerungen zu schwelgen, konzentriert sich der Fortuna-Trainer lieber auf die kommende Aufgabe. Denn mit Nürnberg wartet gemäß Kurz wieder ein "Top-Team" auf die Rheinländer. Der FCN ist seit elf Spielen ungeschlagen und hat als aktuell Drittplatzierter gute Chancen auf den Aufstieg. "Nürnberg ist der Favorit in der Partie. Sie haben den Aufstieg fest im Blick und haben einen sehr guten Lauf", so Kurz.

"Grundtugenden" sollen auch gegen den FCN zum Erfolg führen

Trotzdem rechnet sich der Fortuna-Trainer nach dem Sieg gegen den Tabellenzweiten Freiburg durchaus eine Chance am Montag aus. "Ich habe es schon vor dem Spiel in Freiburg gesagt: Über die gesamte Saison wird es sehr schwierig, mit den Top-Teams mitzuhalten. In einem Spiel haben wir aber immer eine Chance." Gegen Nürnberg soll sich sein Team wieder an der in Freiburg gesetzten "eigenen Messlatte" orientieren. "Damit meine ich in erster Linie die Einsatz- und die Laufbereitschaft. In jedes Spiel muss man sich erst einmal hineinfressen", fordert Kurz von seiner Mannschaft. Seien die "Grundtugenden" da, könne auch das "nötige Spielglück" folgen.

In Nürnberg gelte es vor allem Standardsituationen zu verhindern, die die Mannschaft von Club-Coach René Weiler gerne nutzt. "Deshalb müssen wir unbedingt unnötige Fouls und damit Standardsituationen am eigenen Strafraum vermeiden", warnt Kurz. Taktisch muss der Trainer seine Mannschaft anders aufstellen als gegen Freiburg. Denn: "Die Nürnberger operieren viel mehr mit langen Bällen auf die wuchtigen Stürmer Guido Burgstaller und Niklas Füllkrug", erklärt Kurz. "Daher müssen wir zusehen, den zweiten Ball zu bekommen und Abschlüsse zu verhindern, da sie sehr abschlussstark sind."

Wichtigstes Ziel der Fortuna bleibt der Klassenerhalt

Trotz des Erfolgs in Freiburg warnt Kurz davor, jetzt schon in Zufriedenheit zu verfallen: "Unser Ziel hat sich nach dem einen Sieg überhaupt nicht verändert." Denn noch ist der Klassenerhalt nicht geschafft. Düsseldorf rangiert derzeit mit 23 Zählern auf dem 15. Tabellenplatz, hat aber nur sechs Punkte Abstand zur Abstiegszone. "Es kann auch ganz schnell wieder in die andere Richtung gehen. Wir tun gut daran, uns auf jede Aufgabe neu zu konzentrieren", gibt Kurz die Zielrichtung für die restlichen Saisonspiele vor.

Personell ließ der 46-Jährige am Freitag noch offen, wer gegen den Club in der Startelf steht. Definitiv ausfallen wird Didier Ya Konan, der nach seiner Grippe-Erkrankung am Freitagmorgen aber wieder ein leichtes Lauftraining absolvieren konnte. Ansonsten gab es gute Nachrichten von Marcel Sobottka zu verkünden. "Wir sind froh, dass er jetzt wieder gut eine Woche im Trainings-Rhythmus ist, aber wichtig wird sein, ihn wieder richtig stabil zu bekommen, da er ein wichtiger Spieler für uns ist", freute sich Kurz über die Fortschritte des Mittelfeldspielers.

kon