Bremen: Beim Auswärtsspiel am Samstag schon nicht mehr dabei

Keine Reise nach Ingolstadt: Schröders Aus bei Werder

Bremens Sportlicher Leiter Rouven Schröder

Muss Bremen verlassen - so oder so: Bremens Noch-Sportlicher Leiter Rouven Schröder. imago

Es war ein Wort, das Aufmerksamkeit erregte. "Eventuell", sagte Thomas Eichin. Eventuell gehe alles so weiter wie bisher. Die Einschränkung war unüberhörbar. Der Bremer Geschäftsführer bezog zum Thema Schröder Stellung und ließ dabei deutlich erkennen, dass ihn dieser Fall reichlich nerve. Es sei eine nach wie vor ungeklärte Situation, meinte Eichin zu der aus seiner Sicht nicht gerade professionellen Vorgehensweise. "Mehr möchte ich dazu nicht sagen."

Schröders Abschied ist fix - so oder so

Mit offiziellen Stellungnahmen und Ankündigungen hält sich der Sportliche Leiter zurück. Doch intern ist längst beschlossene Sache, dass für den abwanderungswilligen Sportdirektor der Abschied bei Werder besiegelt ist. Nach kicker-Information zählte Schröder schon nicht mehr zur Delegation, die am Freitag zum Spiel nach Ingolstadt gereist ist. Ein deutliches Signal für den 40-Jährigen, dessen vorzeitiger Abschied bei dem Nord-Klub feststeht - so oder so.

Bundesliga - 22. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
59
2
Borussia Dortmund
51
3
Hertha BSC
36
FC Schalke 04 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1904

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Werder Bremen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.02.1899

Vereinsfarben

Grün-Weiß

1. FSV Mainz 05 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.03.1905

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Sollte Christian Heidel zu Schalke 04 wechseln, so wird Schröder planmäßig dessen Nachfolger in Mainz. Sollte Heidel es sich in letzter Minute anders überlegen oder der Aufsichtsrat der Königsblauen am Sonntag sein Veto einlegen, so wird der 40-Jährige Werder dennoch verlassen müssen. Die nachvollziehbare Begründung: Ein Mitarbeiter, der von sich aus eine berufliche Veränderung anstrebt, kann nicht länger beschäftigt werden.

Bekommt Werder doch eine Ablöse für Schröder?

Wenn alles verabredungsgemäß läuft, wird der vor zwei Jahren an die Weser gekommene Kaderplaner möglichst rasch bei den Rheinhessen seinen Dienst antreten. Ob Werder für den ausscheidenden Leitenden Angestellten noch eine Ablöse verlangen wird, ist neuerdings wieder denkbar. Ursprünglich hatten die Macher in der Hansestadt dies nicht ins Kalkül gezogen. Nun scheint ein Sinneswandel eingetreten zu sein. Die Andeutungen von Manager Eichin lassen diese Interpretation zu: "Wenn es so weit ist, werden wir mit Schröder und Mainz reden. Ich werde im Sinne Werders verhandeln, wie es immer tue."

Hans-Günter Klemm