Bundesliga

Plötzlich Gelb-Fieber: Fünf Darmstädter in München gesperrt

Absicht? Schuster weicht aus

Plötzlich Gelb-Fieber: Fünf Darmstädter in München gesperrt

Konstantin Rausch sieht Gelb

Gelbe Lilien kurz vorm Valentinstag: Konstantin Rausch wird gegen Leverkusen als Letzter verwarnt. imago

Bis zur 83. Minute hatte der SV Darmstadt gegen Bayer Leverkusen am Samstag zwei Gelbe Karten kassiert, Jerome Gondorf unter anderem seine fünfte in dieser Saison. Als Schiedsrichter Dr. Jochen Drees abpfiff, waren es insgesamt sechs Gelbe Karten für die Lilien - und vier weitere Gelbsperren.

Ohne Gondorf, Kapitän Aytac Sulu, Marcel Heller, Peter Niemeyer und Konstantin Rausch muss Darmstadt am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) beim FC Bayern antreten, beim Abstiegskampf-Konkurrenten in Bremen eine Woche später ist das Quintett dagegen wieder spielberechtigt. Zufall?

"Da hat das eine nichts mit dem anderen zu tun", wich Trainer Dirk Schuster Fragen in diese Richtung aus. "Das sind Spieler, die wir ersetzen müssen", meinte er nur: "Aber ich denke, dass wir einen Kader haben, in dem auch Spieler im Moment vielleicht ein bisschen in der zweiten Reihe stehen und auf ihre Chance warten. Wir werden versuchen, den Bayern Paroli zu bieten." Einem Reporter stellte er gar scherzhaft einen Kaderplatz in Aussicht, "wenn du deine Fußballschuhe anziehst und eine kurze Hose".

War es ein cleverer Schachzug, um gegen Werder eine Sperrenflut zu vermeiden? Würde ein Spieler freiwillig auf einen Auftritt in München verzichten? Es bleibt vorerst Spekulation. Klar ist: Mehr als drei Gelbsperren in einem Spiel hatte sich zuvor kein Bundesligist seit Einführung der Gelbsperre nach fünf Verwarnungen 1993/94 eingehandelt. Außerdem bemerkenswert: Sechs Verwarnungen hatte Darmstadt noch nie in einem Bundesliga-Spiel hinnehmen müssen.

jpe

Bilder zur Partie SV Darmstadt 98 - Bayer 04 Leverkusen