Bundesliga

Leipzig lockt Weinzierl: Zeichen stehen auf Abschied

Verlässt der Erfolgscoach Augsburg im Sommer?

Leipzig lockt Weinzierl: Zeichen stehen auf Abschied

Markus Weinzierl

Wohin führt sein Weg? Markus Weinzierl. Getty Images

Weinzierls Vertrag läuft zwar noch bis 2019, doch das ändert nichts daran, dass seine erfolgreiche Arbeit immer wieder Interessenten auf den Plan ruft. Im vergangenen Mai lehnte der 41-Jährige Offerten aus Schalke und von RB Leipzig ab. Mit der Begründung, dass er seine Mannschaft in der aktuellen Situation und vor der Herausforderung Europa League so kurzfristig nicht verlassen wolle. Als im Herbst das Interesse von Gladbach nach außen drang, stellte Weinzierl sofort klar, dass für ihn ein Abschied während der Saison nicht infrage komme.

Schlüssige Argumente, die nach dieser Spielzeit aber nicht mehr greifen müssen. Weinzierl hat den FCA seit 2012 spektakulär vor dem Abstieg gerettet und dann in ungeahnte Höhen geführt: Platz acht, Platz fünf, die K.-o.-Phase der Europa League. Nach vier Jahren könnte er seine Mission in Augsburg als beendet ansehen. Die Zeichen stehen deshalb auf Abschied im Sommer. Nach dem steilen Verlauf der bisherigen Karriere wäre ein solcher Schritt mit einem gewissen Vorlauf nur nachvollziehbar, ebenso der Wunsch, eine neue Herausforderung anzunehmen.

Und Weinzierl ist weiterhin begehrt. Vor allem RB Leipzig lockt ihn. Beim designierten Aufsteiger macht Ralf Rangnick den Trainerposten im Sommer wieder frei - und Weinzierl steht oben auf der kleinen Liste der möglichen Kandidaten, wie schon vor einem Jahr. Deshalb ist es nur logisch, dass der Kontakt nie abriss.

Augsburgs Coach blockt auf Nachfrage allerdings ab: "Ich habe mit den Spielen gegen Bayern und Liverpool so interessante Aufgaben vor mir, dass ich mich mit nichts anderem beschäftige." Diese Aussage soll Diskussionen verhindern, einen Abschied im Sommer schließt sie aber keineswegs aus.

David Bernreuther/Oliver Hartmann

Die Verträge der Trainer