Raffael lobt seinen neuen Partner

Stindl: Statistisch klar besser als Vorgänger Kruse

Raffael und Stindl (r.)

Kongeniales Sturm-Duo: Die Gladbacher Raffael und Lars Stindl (r.). imago

Neben seinem Treffer sammelte Stindl noch zusätzlich einen Assist - wieder einmal zwei Scorerpunkte für den Zugang aus Hannover. Stindls schwache Anfangsphase bei der Borussia im Sommer ist längst vergessen. Der 27-Jährige darf getrost in die Kategorie "Transfer-Volltreffer" eingereiht werden.

Viele Fragen drängten sich vor der Saison auf, nachdem Max Kruse zum VfL Wolfsburg gewechselt war. Wer kann den Nationalspieler ersetzen? Wie verändert sich Borussias Spiel ohne den gewieften Stürmer? Wie kommt Raffael ohne seinen Lieblingspartner ("Max und ich verstehen uns blind.") zurecht? Dass diese Themen die Borussen ein halbes Jahr später längst nicht mehr beschäftigen, liegt vor allem an Kruses Nachfolger: eben Lars Stindl.

Ein Blick auf die Zahlen

Tatsächlich spricht die Statistik sogar ganz klar für den früheren 96-Kapitän: Mit 13 Toren und elf Vorlagen in seinen bisherigen 28 Pflichtspieleinsätzen für die Fohlen weist Stindl einen bärenstarken Schnitt von 0,86 Scorerpunkten pro Spiel auf. Kruse hingegen traf in seiner Gladbacher Premierensaison, in der Spielzeit 2012/13, zwölf Mal in 35 Pflichtspielen bei zwölf zusätzlichen Assists. Das ergibt einen Scorerschnitt von 0,69 pro Spiel. In Kruses gesamter Borussen-Zeit waren es bei insgesamt 77 Einsätzen 25 Treffer und 23 Vorlagen - ein Schnitt von 0,62.

Lars ist ein Klassespieler. Einen besseren Partner könnte es für mich kaum geben.

Raffael

Im Vergleich zu seinem Vorgänger liegt Stindl also deutlich vorne. Und auch Raffael ist überglücklich mit seinem neuen Partner, wie er gegenüber dem kicker kürzlich unterstrichen hat. "Lars ist ein Klassespieler. Einen besseren Partner könnte es für mich kaum geben", sagte Raffael und schob mit einem Augenzwinkern hinterher: "Außer vielleicht noch Max Kruse, mit ihm passte es auch super."

Jan Lustig