Spitzenreiter kommt sehr gut aus der Winterpause

5:1 in Meppen: Oldenburg startet nach Maß

Sah fünf Tore seines Teams in Meppen: VfB-Oldenburg-Trainer Dietmar Hirsch.

Sah fünf Tore seines Teams in Meppen: VfB-Oldenburg-Trainer Dietmar Hirsch. imago

Mit dem Nachholspiel des 17. Spieltags ging es für SVM und VfB am Samstag wieder los. Wobei es die Gäste aus Oldenburg waren, die direkt das Kommando übernahmen. Bei den Meppenern habe "von Anfang an die Körpersprache nicht gestimmt, wir hatten kein Zweikampfverhalten", stellte SVM-Coach Christian Neidhart nach der Begegnung fest.

Und so wurde es früh torgefährlich: VfB-Winterneuzugang Andreas Pollasch, der von Beginn an im Mittelfeld auflief, setzte schon in der Anfangsphase einen Fernschuss an den Außenpfosten. In der 11. Minute klingelte es dann aber erstmals, als die Meppener einen weiten Einwurf im Strafraum aufspringen ließen und VfB-Torjäger Kifuta wenig Mühe hatte, zum 1:0 einzunicken. Sieben Minuten später betätigte sich Kifuta als Vorbereiter: Seine flache Hereingabe von rechts wurde von der Meppener Abwehr nur unzureichend abgewehrt, Alessandro Ficara setzte das Leder aus 14 Metern in Wembley-Art unter die Latte des SVM-Tores - 2:0.

Die Entstehung der ersten drei Tore darf so nicht passieren.

Meppens Trainer Christian Neidhart

Die Weichen waren damit gestellt, auch weil sich die Hausherren weiterhin allzu leicht ausmanövrieren ließen. In der 35. Minute sprang der Ball unmittelbar vor dem SVM-Strafraum mehrfach auf, ohne dass die Meppener klären konnten. Plötzlich war Thorsten Tönnies dann frei durch und scheiterte zunächst an Keeper Lars Huxsohl, Kifuta war aber zur Stelle und staubte zum 3:0 ab. "Die Entstehung der ersten drei Tore darf so nicht passieren", machte Neidhart später angesichts der viel zu einfach kassierten Treffer klar. Ergebniskosmetik betrieb für Meppen unmittelbar vor der Pause Johan Gerard Wigger, der nach einer Ecke den Ball am Fünfer annahm und unter die Latte jagte.

Aufgegeben hatten sich die Meppener zur Pause noch nicht. Neidhart stellte auf Dreierkette um, was er im Nachhinein als "falsche Entscheidung" bezeichnete. "Marc Schnier hat es auf der Seite überhaupt nicht hinbekommen, so dass wir nochmal reagieren mussten", erklärte er. An seinem 25. Geburtstag war das Spiel für Schnier in der 66. Minute beendet, Erdogan Pini kam für ihn ins Spiel. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber auch schon 4:1 für den VfB: Aus ganz spitzem Winkel hatte Marius Winkelmann den Ball hoch ins kurze Eck gejagt (57.).

Den Schlusspunkt setzte der 20-jährige Dennis Engel in der 68. Minute, als er viel Raum auf der rechten Angriffsseite hatte, von Ficara eingesetzt wurde und überlegt ins lange Eck traf. Weitere Chancen ließen die Oldenburger ungenutzt, doch auch so konnte VfB-Trainer Hirsch natürlich zufrieden sein: "Wir haben viel von dem umgesetzt, was wir im Training einstudiert haben. Die Jungs haben heute eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt." Zerknirscht äußerte sich hingegen sein Gegenüber Neidhart, beschönigen wollte er aber nichts: "Wenn man 5:1 verloren hat, muss man nicht nach Gründen suchen, um das schönzureden."

bru