VfB: Fünf Pflichtspielsiege in Folge gab es zuletzt 2010

Stuttgarter Seriensieger weiter im Aufwind

Stuttgarter Jubeltraube

Stuttgarter Jubeltraube: Der VfB bejubelt das zwischenzeitliche 2:0. picture alliance

Drei Tore in Köln, vier in Frankfurt. Der VfB Stuttgart präsentiert sich derzeit auswärts in bester Torlaune. Dank der Treffer von Gentner, Didavi, Niedermeier und Kostic beim 4:2-Erfolg über die Eintracht stellen die Schwaben mittlerweile die zweitgefährlichste Offensive der Bundesliga auf fremdem Gefilde. Einzig der BVB zeigt sich mit 22 Auswärtstoren noch torgefährlicher als der VfB. Was Trainer Jürgen Kramny und seine Mannschaft aber noch mehr freuen dürfte, ist der fünfte Pflichtspielsieg in Serie. Das gab es zuletzt vor fünf Jahren unter dem damaligen Coach Christian Gross im März und April 2010. Den Aufwärtstrend, den die Schwaben mit den Erfolgen über Braunschweig im Pokal (3:2 n.V.) und Wolfsburg in der Liga (3:1) vor Weihnachten eingeleitet hatten, setzten sie seit Rückrundenbeginn mit den Siegen in Köln (3:1), gegen den HSV (2:1) und jetzt in Frankfurt konsequent und erfolgreich fort.

Spielbericht

Kramny: "Da hatten wir Glück"

Der verdiente Lohn: Stuttgart ist vorerst raus aus dem Kampf um den Klassenverbleib, hat statt einem - wie zu Beginn der Rückrunde - nunmehr satte zehn Zähler Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Wie schon im Heimspiel gegen den HSV erspielte sich der VfB auch in Frankfurt eine Vielzahl an Torchancen. Der kleine, aber feine Unterschied: Anders als noch gegen die Hanseaten schlug Stuttgart in der Main-Metropole fast ausnahmslos Kapital aus diesen. Dennoch gab es bis zum erlösenden 4:1 durch Kostic (76., Elfmeter) aus Schwaben-Sicht immer wieder Phasen, in denen das Spiel auch zugunsten der Eintracht hätte kippen können. Kramny gab nach dem Spiel unumwunden zu: "Wir hatten einige schwierige Phasen zu überstehen, in denen Frankfurt gute Chancen hatte. Da hatten wir Glück." Dementsprechend zeigte sich der 44-Jährige "sehr froh über den Sieg".

Einziger Wemutstropfen: Didavi sah Gelb-Rot

Ähnlich sah es Didavi, der Torschütze zum wichtigen 2:0 vor der Pause: "Trotz der beiden Zwei-Tore-Führungen hat sich das Duell nicht so deutlich gestaltet, wie es hätte sein können." Gleichwohl stellte der 25-Jährige auch fest: "Man sieht aber, dass wir mit deutlich mehr Selbstvertrauen auftreten." Für den einzigen Wermutstropfen aus VfB-Sicht sorgte eben jener Didavi: Mit der unnötigen Gelb-Roten Karte, die er sich auf Grund seines Einsteigens gegen Zambrano einhandelte (67.), fällt der mit sieben Treffern beste Torschütze der Schwaben im Heimspiel gegen Hertha BSC am kommenden Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) aus.

fis

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart