Bundesliga

Schieber: "Werde kein Feuerwerk abbrennen können"

Hertha: Stürmer steht vor dem Comeback

Schieber: "Werde kein Feuerwerk abbrennen können"

Julian Schieber

Eifrig bei der Sache: Julian Schieber. picture alliance

Aus Herthas Trainingslager in Belek berichtet Steffen Rohr

Schieber wirkt entspannt, als er sich am Dienstagmittag zu den Journalisten im Mannschaftshotel Gloria Serenity Resort in Belek setzt. Er stellt seinen Cappuccino ab und spricht über sich, sein linkes Knie, sein Comeback, die anderen Stürmer und die verblüffende Entwicklung der Mannschaft in seiner Abwesenheit. Am Mittwochabend soll er gegen Bochum ebenso wie am Samstag gegen den FC Vaduz ein paar Minuten Spielpraxis erhalten - für ihn die ersten Einsatzminuten seit dem 22. Februar 2015 (1:2 in Wolfsburg). Schieber spricht über ...

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Dardai Pal

Spielersteckbrief Schieber

Schieber Julian

Hertha BSC - Vereinsdaten

Gründungsdatum

25.07.1892

Vereinsfarben

Blau-Weiß

... seinen Fitnessgrad: "Ich bin froh, dass es geklappt hat und ich im Trainingslager dabei bin. Das ist toll, aber ich bin nicht bei 100 Prozent. Mir fehlt noch viel in den Abläufen und beim Rhythmus. Ich merke, dass die Power fehlt. Es ist viel Luft nach oben. Das Knie arbeitet noch ein bisschen. Du merkst die Belastung auch muskulär, das hat auch mit dem Knie zu tun. Vorbereitung ist immer hart. Selbst die fitten Spieler spüren das. Für mich ist es eine noch größere Belastung, weil ich von Null starte."

... sein Knie: "Es fühlt sich gut an und wird immer überprüft von den Physiotherapeuten. Das Knie zeigt keine Reaktion, es gibt keine Wärme und keine Schwellung. Aber ich vergleiche immer damit, wie es vorher war."

Wenn du siehst, was da für ein Tempo und eine Ballsicherheit drin sind - die Jungs haben eine Schippe draufgelegt im Vergleich zum letzten Jahr.

Julian Schieber

... sein für Mittwoch geplantes Comeback: "Es ist schon wichtig, dabei zu sein, und schon gut, das Gefühl zu haben, dass ich am Mittwoch meine Minuten kriege. Aber ich werde am Anfang kein Feuerwerk abbrennen können. Für mich ist wichtig, erstmal reinzukommen, einfach zu spielen und ein bisschen Rhythmus aufzusaugen."

... seine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne: "Testspiele und Bundesliga sind zwei Paar Schuhe. In der Bundesliga geht's ums Eingemachte, um Punkte. Da musst du 100 Prozent fit sein. Dass ich da noch nicht bin, weiß der Trainer und das weiß ich."

... seine lange Pause: "Es gibt keinen Tag, an dem du nicht daran denkst, wieder in den Alltag zurückzukommen. Du siehst die Jungs lachen und erfolgreich spielen und weißt: Da willst du auch wieder hin. Ich habe mich viel mit Videos, Bildern, Geschichten vom letzten Jahr motiviert. Auf dem Platz zu stehen, ist das beste Gefühl."

... die Weiterentwicklung der Mannschaft: "Echt Wahnsinn! Das eine ist, oben von der Tribüne zuzuschauen. Aber wenn du dann wieder richtig mittrainierst und siehst, was da für ein Tempo und eine Ballsicherheit drin sind - die Jungs haben eine Schippe draufgelegt im Vergleich zum letzten Jahr. Selbstvertrauen ist sowieso da. Aber auch Ballzirkulation, Ballsicherheit - das ist sehr gut geworden. Das hat mich erstaunt. Das merke ich, wenn es im Trainingsspiel darum geht, den Ball zu erobern. Und davon profitiert jeder, nicht nur die Stürmer, die mehr Spielanteile haben."

... die Sturmbesetzung: "Vedad Ibisevic und Salomon Kalou machen es sehr gut zusammen. Ich möchte diese Saison noch reingeworfen werden und meinen Teil beitragen. Ich denke schon, dass ich nochmal was anderes reinbringen kann als Vedad und Salomon. Ich habe mit Vedad in Stuttgart viele Spiele zusammen absolviert und oft gewonnen, das hat gut funktioniert. Ihn zu verpflichten, war ein genial-cleverer Schachzug von Hertha. Es wurden viele Namen diskutiert, am Ende war es Vedo. Ich wusste durch meine Kontakte zum VfB, dass Vedad dort im Training seine Leistung immer abgerufen hat. Mir war klar: Wenn er bei einem neuen Klub seine Chance kriegt, brennt er unheimlich."

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