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Muto auf links, Cordoba auf die Neun?

Mainzer Positionsspiele

Muto auf links, Cordoba auf die Neun?

Muskulär endlich stabil, muss aber am Feintuning arbeiten: Der Mainzer Angreifer Jhon Cordoba aus Kolumbien.

Muskulär endlich stabil, muss aber am Feintuning arbeiten: Der Mainzer Angreifer Jhon Cordoba aus Kolumbien. imago

Dennoch haben sich dem Trainer ernstzunehmende Alternativen auf bis zu sechs Positionen aufgetan. Vorerst, wohlgemerkt.

Außenbahn defensiv: Gegen Lüttich, das in Sachen Aggressivität und Anlaufverhalten dem FC Ingolstadt 04 nicht unähnlich ist, stand Gonzalo Jara in der Mannschaft, welcher man eher das Attribut Startelf zuschreiben würde - Schmidt wechselte nach gut einer Stunde komplett durch, brachte Pierre Bengtsson für den 30-Jährigen. Der Chilene machte zwar in Sachen Aufbau kein wirklich überzeugendes Spiel, doch Jara hielt zumindest defensiv seine linke Seite dicht. Anders als auf rechts Daniel Brosinski, der dafür bessere, wenn auch nur vereinzelte Aktionen in die Tiefe hatte. Nicht von ungefähr dürfte Schmidts Lob für Brosinski-Vertreter Henrique Sereno kommen.

Bundesliga - 18. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
49
2
Borussia Dortmund
41
3
Hertha BSC
33
Trainersteckbrief Schmidt

Schmidt Martin

Spielersteckbrief Jara

Jara Gonzalo

Spielersteckbrief Niederlechner

Niederlechner Florian

Spielersteckbrief Jairo

Samperio Bustara Jairo

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Cordoba Jhon

Spielersteckbrief Muto

Muto Yoshinori

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Innenverteidigung: Stefan Bell ist gesetzt, daneben ein Dreikampf zwischen Niko Bungert, Alexander Hack und Leon Balogun entbrannt. Bungert ist der Platzhirsch, musste aber wegen einer leichten Wadenblessur in Spanien kürzertreten. Der 29-Jährige überzeugt mit Erfahrung und Ruhe, verhält sich geschickt direkt am Mann. Balogun ist der aggressive Nach-vorne-Verteidiger, der mit diesem Stil auch für überraschende Balleroberungen gut ist. Linksfüßer Hack (22) besticht mit hervorragender Spieleröffnung.

Muto - Aggressiv gegen den Ball, schnell, trickreich

Außenbahn offensiv: Jairo zeigte - wie so häufig in Tests - ein wenig Licht und mehr Schatten. Der Spanier dürfte jedoch nach seiner sehr ordentlichen Hinrunde auf rechts Kredit haben. Christian Clemens deutete vereinzelt sein Potenzial an. Für die Schalker Leihgabe wird es wichtig sein, endlich eine Halbserie verletzungsfrei bestreiten zu können. Links hat Yoshinori Muto, in der Hinrunde im Angriffszentrum gesetzt, bewiesen, dass er auf dem Flügel kaum an Zug zum Tor einbüßt. Aggressiv gegen den Ball, schnell, trickreich. Gut möglich, dass der Japaner im Frühjahr häufiger auf der Position eingesetzt wird, für die er ursprünglich geholt wurde.

Angriffszentrum: Ob es so kommen wird, hat auch etwas mit der Neun zu tun. Jhon Cordoba, der endlich muskulär stabil wirkt, stand jeweils in Kombination mit den gesetzten Kollegen wie Muto oder Yunus Malli auf dem Feld. Der Kolumbianer behauptete die Bälle gut, muss freilich am Feintuning - saubere Mitnahme nach Drehung, Laufwege in die Tiefe - noch arbeiten. Florian Niederlechner, das spürt man, hat in seinem ersten Halbjahr in Mainz, das er größtenteils auf der Bank verbrachte, zugelegt. Der Ex-Heidenheimer versteht es nun besser, ebenfalls Bälle festzumachen und abzuschirmen. Ob das reicht, um Muto oder eben Cordoba zu verdrängen? Schwierig. Ein Trumpf Niederlechners aber ist, dass er kaum Anlaufzeit braucht, wenn er eingewechselt wird. Das macht ihn wertvoll für den 18er-Kader.

Benni Hofmann

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