Darmstadts Trainer über das Trainingslager, den Transfermarkt und Probleme links hinten

Schuster: "Die Rückrunde wird bedeutend schwieriger"

"Wir wollten die Automatismen nach vorne einstudieren, das war unmöglich": Darmstadts Trainer Dirk Schuster.

"Wir wollten die Automatismen nach vorne einstudieren, das war unmöglich": Darmstadts Trainer Dirk Schuster. imago

Aus Darmstadts Trainingslager in Lara/Türkei berichtet Carsten Schröter

Konstantin Rausch war nach seiner Schienbeinblessur wieder mit von der Partie, nur Peter Niemeyer fehlte wegen leichter Knieprobleme.

Bundesliga - 18. Spieltag
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SV Darmstadt 98 - Vereinsdaten

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22.05.1898

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Gegenüber den Journalisten zog Lilien-Trainer Schuster derweil Bilanz, sprach über mögliche Neuverpflichtungen, die künftige Wahrnehmung bei den Gegnern, die Ausfälle in der Offensive und die Probleme auf der linken Abwehrseite.

Dirk Schuster über . . .

. . . die Bilanz nach neun Tagen Trainingslager: "Die Stimmung ist gut. Wir haben ein sehr ordentliches Trainingslager absolviert, sehr gute Einheiten gemacht, leider aber den einen oder anderen Verletzten hinnehmen müssen. Aber auch in den Testspielen haben wir uns gut präsentiert. Es war eine runde und gelungene Sache."

. . . die angestrebte spielerische Entwicklung: "Wir konnten nicht alles durchziehen, wie wir es wollten, auch weil die Offensiv-Abteilung so gut wie weggebrochen ist. Wir wollten die Automatismen nach vorne einstudieren, das war dann unmöglich. Wir müssen versuchen, das nun in der verbleibenden Zeit umzusetzen. Das ist für uns natürlich schade, aber wir haben dann den Schwerpunkt auf andere Sachen gelegt. Das ist uns auch ganz gut gelungen, wie man an dem Spiel gegen Kasimpasa Istanbul gesehen hat, als wir gegen den Vierten der türkischen Liga ein sehr ordentliches Spiel gemacht haben."

Wir halten die Augen und die Ohren ganz weit offen, wollen uns verbessern, sprich Qualität dazu holen.

Darmstadts Trainer Dirk Schuster

. . . die Ausfälle in der Offensive: "Mit Sandro Wagner rechne ich am Donnerstag bei der nächsten Trainingseinheit in Deutschland. Dominik Stroh-Engel und Marcel Heller konnten am Montag und Dienstag wieder zur Mannschaft stoßen. Nur Jan Rosenthal ist noch ein bisschen fraglich. Aber da haben wir volles Verständnis für seine Situation, da hat er jegliche Unterstützung von uns und bekommt alle Zeit der Welt, bis das ausgestanden ist."

. . . mögliche Neuverpflichtungen generell und speziell für die derzeit gebeutelte Offensive: "Das ist schon ein Thema bei uns. Wir halten die Augen und die Ohren ganz weit offen, wollen uns verbessern, sprich Qualität dazu holen. Das macht aber nur Sinn, wenn etwas Außergewöhnliches auf den Markt kommt. Das war aber bisher nicht der Fall. Ich glaube, dass die letzte Januarwoche nach dem Hannover-Spiel für uns die entscheidende wird, da in Deutschland und Europa noch einiges passieren wird und wir dann noch irgendwie zuschlagen können."

. . . die Wahrnehmung bei den Gegnern mit Blick auf die Rückrunde: "Wir wollen in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen, wollen unseren Stil durchziehen. Ich glaube auch, dass die anderen Mannschaften uns ein bisschen gelesen haben, dass wir besser wahrgenommen werden als zu Beginn der Saison und dass natürlich die Rückrunde bedeutend schwieriger wird als die Hinrunde für uns."

. . . die Variante mit drei Innenverteidigern in der Viererkette, die Schuster gegen Kasimpasa ausprobierte: "Das ist eine Variationsmöglichkeit, die wir zusätzlich gesehen haben und durchaus auch einsetzen können. Luca Caldirola hat gegen Istanbul ein sehr gutes Spiel gemacht auf der linken Seite, macht uns flexibler. Es ist durchaus denkbar, dass das auch in Hannover so sein wird."

. . . die linke Abwehrseite in der Hinrunde: "Wir hatten dort in verschiedenen Spielen unsere Probleme. Diese Seite müssen wir stabilisieren, uns da weniger anfällig machen. Da war es die logische Konsequenz, etwas zu unternehmen."

. . . die beiden etatmäßigen Linksverteidiger Fabian Holland und Junior Diaz: "Es ist schon ein kleiner Hinweis, dass sie ihre Leistungen stabilisieren und besser werden müssen, aber auch ihre Chance haben und das letzte Wort noch nicht gesprochen ist."

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