Bundesliga

Skripniks Test mit der Raute

Bremen: Sieglos beim Doppeltest und Bargfrede verletzt

Skripniks Test mit der Raute

Philipp Bargfrede gegen Yekta Kurtulus

Bremer Sorgenkind: Philipp Bargfrede (hier gegen Sivasspors Yekta Kurtulus) hielt nicht lange durch. imago

Aus dem Bremer Trainingslager in Belek berichtet Hans-Günter Klemm

Sogleich erinnerte Trainer Skripnik an den Sommer und die aufgestellte Erfolgsserie: Zwölf Spiele hatten die Bremer damals gewonnen, doch als es in der Liga ernst wurde, zählte dies nicht. Der Werder-Coach nahm die beiden Partien daher recht gelassen. Zum Auftritt der Reserve: "Es ist normal für junge Spieler, das so etwas passieren kann. Zunächst war die Einstellung nicht optimal, doch dann hat die Mannschaft eine Reaktion gezeigt." Zur Vorstellung der ersten Elf: "Es war in Ordnung gegen einen stärkeren Gegner, den wir uns bewusst ausgesucht haben."

Spielersteckbrief Bargfrede
Bargfrede

Bargfrede Philipp

Wesentlich schlimmer als die enttäuschenden Resultate sind die Sorgen, die sich die Norddeutschen um Philipp Bargfrede machen müssen. Der Mittelfeldmann klagte wieder über Probleme an der Achillessehne und musste früh ausgewechselt werden. Vertreter Lukas Fröde erntete ein Sonderlob für seine engagierte Leistung.

Skripnik testete zwei Spielsysteme: zunächst die Mittelfeld-Raute, später die Ordnung eines flachen 4-4-2. "Wir wollen beide praktizieren können", sagte der Ukrainer, der einen kleinen Einblick in seine Pläne gestattete: "Wir haben entscheidende Spiele zuhause, da müssen wir aggressiver agieren. Da passt eher die Raute." Der Aufstellungsbogen gab zudem Aufschlüsse, wie der Trainer zu Beginn der Vorbereitung seine Schüztlinge einschätzt.

Vorteile für Garcia, Galvez, Eggestein und Pizarro

Skripnik legte beim ersten Härtetest einige Personalien fest: Santiago Garcia hat im Duell mit Janek Sternberg wieder die Nase vorn, Alejandro Galvez ist im Moment gesetzt im Vergleich zu Assani Lukimya. Maximilian Eggestein zählt zur ersten Wahl, zumindest solange Zlatko Junuzovic mit seiner Schulterblessur noch geschont wird, und Claudio Pizarro wird in der Offensive gegenüber Fin Bartels und Levin Öztunali favorisiert.

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Im Vergleich zum ersten Teil des Fußballnachmittags entwickelte sich eine ansehnliche Partie. Mehr Tempo, mehr Ballsicherheit, mehr Betrieb auf dem Platz, auch von den Türken. Sivasspor, augenblicklich auf Platz 15 der Süper Lig, erwies sich als ein guter Sparringspartner für die Norddeutschen. "Eine ordentliche Vorstellung", analysierte Bremens Vorsitzender Klaus Filbry zur Halbzeit.

Nach dem Wechsel wurde die Angelegenheit noch bissiger und hitziger. Die Türken hielten energisch dagegen, Werder musste sich wehren, wobei Vestergaard und Fritz sogar die Gelbe Karte kassierten. Auch der ersten Elf des Nord-Klubs merkte man die Strapazen des Camps an der türkischen Riviera an. Intensive Einheiten, zudem für alle Spieler schon der zweite Einsatz am vierten Tag des Trainingslagers. Werder zeigte gute Ansätze, hatte durch Eggestein, Pizarro und Ujah gute Möglichkeiten, kam indes über ein torloses Remis nicht hinaus.

Statistik zum Spiel

Bremen - Sivasspor 0:0 Bremen: Wiedwald – Gebre Selassie, Galvez, Vestergaard, S. Garcia – Bargfrede (40. Fröde) - Fritz, Grillitsch - Eggestein – Pizarro, Ujah
Sivasspor: Setkus - Cicinho, Boye, Onayli, Erdal (46. Ceken) – Akin (67. Isik), Kurtulus (46. Öztürk), Kone (78. Kabze), Taouil (42. Abalo), Simsek (67. Nazli) – Chahechouhe (67. Mutlu)
Tore: Fehlanzeige