Österreicher flog in Salzburg mehrfach aus dem Kader

Gladbach leiht Hinteregger aus

Martin Hinteregger

Sorgte in Salzburg nicht nur auf dem Platz für Schlagzeilen: Martin Hinteregger. imago

Nächster Erfolg für Max Eberl: Borussia Mönchengladbach hat das Tauziehen um Martin Hinteregger (23) gewonnen. Nachdem RB Salzburg zunächst einen fixen Transfer favorisiert und dafür rund zehn Millionen Euro verlangt hatte ( was unter anderem den VfB Stuttgart abgeschreckt hatte ), wechselt der Innenverteidiger nun zunächst auf Leihbasis zu den Fohlen. Danach kann ihn Gladbach per Kaufoption fest verpflichten.

Noch am heutigen Freitag soll Hinteregger den Borussen ins Trainingslager nach Belek hinterher reisen, zuvor muss er noch den üblichen Medizincheck absolvieren. Damit klappt der Transfer im zweiten Anlauf: Im Sommer noch hatte sich Salzburg nicht auf eine Leihe einlassen wollen.

Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München
49
2
Borussia Dortmund
41
3
Hertha BSC
33
Spielersteckbrief Hinteregger

Hinteregger Martin

Hinteregger passt perfekt in Eberls Anforderungsprofil und steht für die Zukunft in Gladbachs Abwehrzentrum, in dem manche Konkurrenten - Martin Stranzl (35) und Roel Brouwers (34) - in die Jahre gekommen, andere - Alvaro Dominguez (26, Rücken-OP) und Tony Jantschke (25, Kreuzbandriss) - gesundheitlich angeschlagen sind.

Der neue Mann ist 1,83 Meter groß, Linksfuß mit starker Spieleröffnung, zehnmaliger österreichischer Nationalspieler und schon seit seinem 14. Lebensjahr bei RB Salzburg, wodurch er Erfahrung in der Europa, jedoch keinerlei in der Champions League mitbringt. Er gehörte trotz Vertrags bis 2019 zu den begehrtesten Spielern auf seiner Position in der Winter-Transferphase - trotz einiger Probleme außerhalb des Platzes.

Immer wieder flog Hinteregger aus dem Kader

Zuletzt fehlte Vize-Kapitän Hinteregger mehrfach im Salzburger Kader, ihm wurden Probleme mit Ex-Trainer Peter Zeidler nachgesagt. Erst hieß es, Hinteregger habe - womöglich wegen des Interesses ausländischer Klubs - "den Kopf nicht frei". Später, dass er eine Regenerationseinheit "nicht professionell und zur Zufriedenheit des Trainerteams" absolviert habe. Bereits 2012, als ihn Trainer Ricardo Moniz mit 19 Jahren zwischenzeitlich zum RB-Kapitän ernannt hatte, war er einmal aus disziplinarischen Gründen aus dem Kader geflogen.

jpe

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