Int. Fußball

Platini zieht Kandidatur zum FIFA-Präsidenten zurück

"Mir fehlt einfach die Zeit, Wahlkampf zu betreiben"

Platini zieht Kandidatur zum FIFA-Präsidenten zurück

Michel Platini

Zieht seine FIFA-Kandidatur zurück: Michel Platini. imago

Von der FIFA-Ethikkommission war Platini bis 2023 gesperrt worden. Zuletzt unterstrich er zwar, um seine Chance auf das Amt des FIFA-Präsidenten kämpfen zu wollen, das hat sich nun anscheinend geändert.

"Ich ziehe meine Kandidatur zurück. Mir fehlt einfach die Zeit, Wahlkampf zu betreiben, gegen andere Kandidaten anzutreten. Wie soll ich dann eine Wahl gewinnen", so der Franzose.

Um diese Kandidatur zur Präsidentschaftswahl überhaupt antreten zu können, hätte Platini zunächst erfolgreich gegen seine Sperre vorgehen müssen. Genau dieses Ziel will er aber nun mit Nachdruck verfolgen. "Mit diesem Rückzug widme ich mich nun ganz meiner Verteidigung", sagte der 60-Jährige.

Die Präsidentschaftswahlen, bei denen ein Nachfolger für den ebenfalls gesperrten Joseph S. Blatter ermittelt wird, finden am 26. Februar statt. Sollte Platini sich doch wieder umentscheiden, wäre eine Nachmeldung bis zum 26. Januar möglich.

Am Donnerstagabend teilte die UEFA der Nachrichtenagentur AFP mit, dass sie Platini "weiterhin in seinem Recht auf ein ordentliches Verfahren" unterstütze. Er solle die Möglichkeit erhalten, seinen Namen reinzuwaschen.

mst/sid