Linksverteidiger debütiert im Wolfsburger Profikader

Horn schielt auf Schäfers Platz

Will bei den Profis durchstarten: Jannes Horn.

Will bei den Profis durchstarten: Jannes Horn. imago

Die persönlich positive Situation geriet schnell in den Hintergrund. 1:3 in Stuttgart verloren, das überlagerte die schönen Momente in den Tagen zuvor. "Ich war überglücklich, dass ich meinen Vertrag unterschrieben habe", sagte Jannes Horn. "Aber wenn wir das Spiel so beim Letzten verlieren, kann es für mich keine Traumwoche sein."

Horn kommt an in der Bundesliga, schneller als erwartet. Durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Luiz Gustavo, Vieirinha und vor allem Ricardo Rodriguez rückte der Linksverteidiger ins Aufgebot. "Horn", erklärt Trainer Dieter Hecking, "hat sich in den vergangenen Monaten in den Vordergrund gespielt." Bei den A-Junioren des VfL, aber auch schon im Training bei den Profis. Dort überzeugte er auch die arrivierten Profis, Marcel Schäfer staunte über das Talent des U-19-Nationalspielers.

Spielersteckbrief J. Horn
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Und dieser Schäfer ist es auch, der dem Nachwuchsmann eine gute Perspektive beim VfL ermöglichen kann. 2017 endet der Vertrag des VfL-Urgesteins, dann, so der Plan, wechselt Schäfer in die amerikanische MLS. Der freiwerdende Platz ist das Ziel von Horn. "Natürlich gucke ich da auch hin", sagt das Wolfsburger Eigengewächs. "Wenn Marcel Schäfer geht, dann bin ich da und gebe mein Bestes." Doch auch schon vorher will er seine Spuren bei den Profis hinterlassen. "Ich hoffe, dass ich öfter im Kader dabei bin." Und dann auch mehr zu lachen hat.

Thomas Hiete