Liverpool-Talent über die Methoden seines Trainers

Ibe: "Klopp hat mich vier- oder fünfmal geohrfeigt"

Jürgen Klopp mit Jordon Ibe

Der Youngster und der "Dämon": Jordon Ibe mit "Vaterfigur" Jürgen Klopp. imago

Jordon Ibe ist erst 20 Jahre jung, doch wahrscheinlich würden auch einige seiner älteren Mitspieler unterschreiben, was er dem "Independent" über Jürgen Klopps Methoden verriet: "Das ist alles neu für mich."

Beispiel: Klopp scheint, wenn nötig, vor der einen oder anderen Ohrfeige nicht zurückzuschrecken. "Er macht das zur Aufmunterung", glaubt Ibe. "Er hat mich vier- oder fünfmal geohrfeigt! Ich bin aber nicht der Einzige. 'Clyney' (Nathaniel Clyne, d.Red.) traf es auch. Ich glaube, ihn hat es nach einem Spiel am schlimmsten erwischt. Sie hätten sein Gesicht sehen sollen!"

Die Anekdote passt zu dem Bild, das Klopp - laut Ibe - selbst von sich zeichnete: "Gleich am Anfang hat er uns gesagt, dass er das in sich hat: wie ein Dämon zu sein. Das war das Wort, das er benutzt hat: 'Dämon'." Es komme auch vor, so Ibe, dass Klopp Schimpfwörter benutzt, wenn er etwas vermitteln möchte. "Wir wissen, er ist der Boss."

Doch Angst verbreite Klopp nicht, im Gegenteil: "Im Einzelgespräch ist er wirklich gut", lobt Ibe, der schon einmal auf dem Trainingsplatz Klopps Humor zu spüren bekam . "Er baut Beziehungen auf. Man kann sehen, dass die älteren Spieler Respekt vor ihm haben, für die jüngeren wie mich ist er eine Vaterfigur. Er ist cool, wissen Sie? Er versteht dich. Auf dem Platz spürst du keinerlei Druck."

jpe