Darmstadt: Angeschlagene Leistungsträger erstmals im Training

Heller und Niemeyer machen Hoffnung

Marcel Heller

Mit fünf Toren erfolgreichster Torschütze der Lilien: Marcel Heller imago

Heller plagen muskuläre Probleme, Niemeyer hat Knieschmerzen. Am Mittwoch und Donnerstag trainierten beide nicht, machten am Freitagabend bei der letzten Einheit vor der Abfahrt zum Tabellensiebten jedoch Hoffnung: Sowohl Flügelflitzer Heller als auch Mittelfeldabräumer Niemeyer waren mit von der Partie. Allerdings war ihre Trainingsdosis reduziert, beide stiegen vor dem Ende aus. Das Abschlusstraining am Samstagabend - die Darmstädter sind inzwischen im Rheinland eingetroffen - findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Sollte das Duo, an dem bislang kein Weg vorbeiging, ausfallen, gerät das Mittelfeld der "Lilien" mächtig in Bewegung: Dann dürften Konstantin Rausch (links) und Tobias Kempe (rechts) die Außenbahnen besetzen und im Zentrum neben Jerôme Gondorf wohl Florian Jungwirth anstelle von Niemeyer ran. Fragezeichen stehen auch noch hinter der Linksverteidigerposition (hier liefern sich Fabian Holland und Junior Diaz ein Duell auf Augenhöhe; in der Liga spielte zuletzt Holland, im Pokal Diaz) sowie auf der Position des hängenden Spitze (Jan Rosenthal, Mario Vrancic oder Marco Sailer).

Spielersteckbrief Niemeyer

Niemeyer Peter

Spielersteckbrief Heller

Heller Marcel

Ingolstadt ist kein Vorbild

Im FC Ingolstadt sicherte sich vor kurzem ein Mitaufsteiger der 98er ein 0:0 bei der Borussia - und überraschte den Gegner dort wie später auch den FC Bayern mit sehr frühem, druckvollem Anlaufen. Für Darmstadts Trainer Dirk Schuster derweil nur bedingt eine Blaupause: "Beide Mannschaften kann man kaum vergleichen. Wir haben eine andere Art, Fußball zu spielen, werden unsere Tugenden in die Waagschale werfen. Für uns ist ein anderer Ansatz geboten, als 70 Minuten lang weit vorn anzulaufen." Die Südhessen dürften eher erneut frühestens ab der Mittellinie attackieren. Entscheidend wird sein, nach Ballgewinnen wieder bessere und gefährlichere Konter zu fahren und zum Abschluss zu bringen. Durch die Eroberung recht weit hinten hatten die Darmstädter - etwa im Pokalspiel bei den Bayern - zwar einige Räume, aber stets auch noch einen weiten Weg bis in die Gefahrenzone der gegnerischen Hälfte.

Jens Dörr

"Leider viel Blödsinn dabei": Sprüche der Hinrunde 2015/16