Bundesliga

Heller und Niemeyer sind fraglich

Darmstadt: Mit "relativ vollen Akku" zum Jahresabschluss

Heller und Niemeyer sind fraglich

Peter Niemeyer und Marcel Heller

Einsatz gefährdet: Peter Niemeyer und Marcel Heller. imago

"Das ist eine sehr starke Mannschaft, die sich nach anfänglichen Problemen brutal stark präsentiert und trotz des Ausscheidens in der Champions League für Furore gesorgt hat", sagt Schuster und ist sich sicher: "Wir wissen, was uns erwartet". Und zwar eine Mannschaft, die "auf sehr viel Direktspiel, wenige Kontakte und viel Zug, viel Tempo setzt". Und eine, die nach einer kleinen Leistungsdelle im letzten Heimspiel für glückliche Heim-Fans sorgen möchte. "Ich erwarte ein Spiel, in dem Mönchengladbach die letzten beiden Spiele vergessen machen möchte und einen guten Saisonabschluss schaffen will."

Nicht nur die Teamleistung macht Eindruck auf Schuster, sondern auch die individuelle Klasse: "Vorne stehen Raffael und Lars Stindl, zwei atypische Stürmer. Über die Außen machen sie viel Tempo, auch die Innenverteidiger gehören in der Bundesliga zu den besseren." Am Ende der Saison, da ist sich Dirk Schuster sicher, "werden sie unter den ersten 6, 7 landen". Lob verteilte er auch an die Macher: "Andre Schubert und Max Eberl leisten einen überragenden Job, arbeiten ruhig. Das nötigt großen Respekt ab, gerade nach dem Rücktritt von Favre." Unter Schubert sei eine Weiterentwicklung zu sehen: "Der Stempel von Favre wurde von Schubert noch verfeinert. Wir machen uns für einiges bereit." Bereit sind aber auch die Lilien, trotz eines anstrengenden Jahres: "Die Akkus sind noch relativ voll, auch weil wir im Training viel Wert auf Regeneration legen." Falls nötig könnten die Darmstädter auch am Niederrhein in den Schlussminuten noch einmal Extra-Gas geben.

Trainersteckbrief Schuster

Schuster Dirk

Spielersteckbrief Niemeyer

Niemeyer Peter

Spielersteckbrief Heller

Heller Marcel

SV Darmstadt 98 - Vereinsdaten

Gründungsdatum

22.05.1898

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Fraglich für das Jahresfinale sind Außenbahn-Flitzer Marcel Heller und Abräumer Peter Niemeyer, die seit dem Pokalspiel bei Bayern München am Dienstag (0:1) noch nicht trainieren konnten. Heller plagt sich mit muskulären Problemen, Niemeyer schmerzt nach einem Zusammenprall das Knie, ein MRT zeigte allerdings keine schwerwiegende Verletzung. "Wir hoffen, dass beide am Sonntag einsatzfähig sind", sagt Schuster - auch, weil er ohne seine beiden Leistungsträger ordentlich umstellen müsste: "Wie wir das auffangen könnten, müssen wir abwarten." Kapitän Aytac Sulu, der mal wieder eine Platzwunde erlitt, wird spielen. Nachdem der 30-Jährige vom DFB mit 5000 Euro Strafe belegt wurde, weil er während des Spiels seinen Mittelfinger in Richtung der Bayern-Fans gezeigt hatte, ist der kleine Ausrutscher kein Thema mehr. Sulu entschuldigte sich bereits für das Vergehen, für Schuster ist es "damit erledigt".

Patrick Kleinmann

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