Iyohas Debüt - Avevor vor Comeback

Torlose Fortuna: Hermanns Analyse

Peter Hermann

Fortunas Interimscoach Peter Hermann zeigt es an: Zwei Tore hätte sein Team gegen Union durchaus machen können. imago

Hermann meinte hinterher, sein Team hätte eine "ordentliche Partie gezeigt" und dass das Ergebnis "ganz bestimmt zu hoch" ausgefallen sei. Warum reichte es dennoch nicht wenigstens zu einem Teilerfolg? Es fehlte keineswegs an Leidenschaft, die der 63-Jährige dem Team inklusive etwas mehr Stabilität zurückgebracht hat. Aber: "Wir hatten Chancen genug, um Tore zu schießen. Das hat am Ende nicht nur mit Glück und Pech zu tun", analysierte der Interimscoach nach dem ersten Misserfolg unter seiner Verantwortung. "Nur 15 Tore in 18 Spielen sind zu wenig für die 2. Liga. Und das liegt an allem."

Wir hatten Chancen genug, um Tore zu schießen. Das hat am Ende nicht nur mit Glück und Pech zu tun.

Peter Hermann

Tatsächlich war die Chancenverwertung gegen die Eisernen mangelhaft. Lukas Schmitz vom Punkt und Joel Pohjanpalo mit einem Kopfball aus kurzer Distanz brachten den Ball nicht an Union-Keeper Daniel Haas vorbei. Was Hermann, der nach dem Gastspiel in Paderborn aus der derzeitigen Verantwortung wieder ins zweite Glied rücken wird ("In meinem Alter habe ich keinen Bock mehr auf diese Rolle"), durch die Blume sagte: Für Manager Rachid Azzouzi gibt es im Winter nicht nur Handlungsbedarf bezüglich eines neuen Cheftrainers, sondern auch hinsichtlich Verstärkung im Angriff.

Ordentliches Auftritt von Ihoya - Avevor ist zurück

Zuvor geht es noch ins nächste Kellerduell. Hermann blickt auf das Gastspiel bei den kriselnden, auf Relegationsplatz 16 stehenden Ostwestfalen voraus. "Wir müssen jetzt zusehen, dass wir in Paderborn noch etwas holen." Ob dabei Youngster Emmanuel Iyoha wieder auflaufen wird? Das Eigengewächs feierte gegen die Berliner als Ersatz für den angeschlagenen Sercan Sararer sein Startelfdebüt und machte seine Sache ordentlich (kicker-Note 3,5). Ebenfalls im Kader - erstmals seit seiner schweren Knieverletzung im Dezember 2014 - war Christopher Avevor. Immer wieder von Rückschlägen gebeutelt hat sich der 23-Jährige wieder herangekämpft und scharrt nach Matchpraxis in der Regionalliga mit den Hufen. Julian Koch wird wegen einer Gelbsperre beim SCP fehlen - die Chance für Avevor?

Matthias Goergens/jch