Zwickauer Gastspiel dürfte ein Nachspiel haben

Rot und Flaschenwurf nach Spielschluss in Jena

Platzverweise, Provokationen, Diskussionsbedarf: Jenas Coach Volkan Uluc (mit Kappe) stürmt nach Schlusspfiff auf Zwickaus Sebastian Mai (li.) zu.

Platzverweise, Provokationen, Diskussionsbedarf: Jenas Coach Volkan Uluc (mit Kappe) stürmt nach Schlusspfiff auf Zwickaus Sebastian Mai (li.) zu. imago

Nach 90 Minuten pfeift der Referee das Spiel ab. Der FSV Zwickau gewinnt das Ost-Duell in Jena dank eines Treffers von Joker Partick Grandner (64.). Was dann passierte, dürfte aber ein Nachspiel haben. Denn noch auf dem Platz kam es zur Rudelbildung einiger Spieler beider Teams. Es sollen Beleidigungen gefallen sein. FCC-Trainer Volkan Uluc suchte den Kontakt zu Zwickaus Innenverteidiger Sebastian Mai und meinte später vor dem MDR-Mikrofon: "Es sind Worte gefallen, die gehören nicht auf den Platz." Die Zwickauer seien "durch die Vorfälle in Babelsberg schon vorbelastet, weshalb ich das nicht öffentlich dis­kutieren will. Ich bin aber kein Er­ziehungsberechtigter für Zwickauer Spieler."

Flaschenwurf von der Haupttribüne

Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer bestrafte Mai mit der Gelben Karte (seine 5.). Jenas aufgebrachter Torhüter Raphael Koczor sah sogar noch Rot - wegen einer Tätlichkeit; angeblich soll er den Zwickauer Spieler Christoph Göbel umgesto­ßen haben.

Spielersteckbrief Koczor

Koczor Raphael

Spielersteckbrief S. Mai

Mai Sebastian

Regionalliga Nordost - 16. Spieltag
Regionalliga Nordost - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Wacker Nordhausen
37
2
FSV Zwickau
34
3
BFC Dynamo
33
Trainersteckbrief Uluc

Uluc Volkan

Trainersteckbrief Ziegner

Ziegner Torsten

Eklat im Ernst-Abbe-Sportfeld - die Schiedsrichter mussten beim Gang auf dem Stadion geschützt werden.

Eklat im Ernst-Abbe-Sportfeld - die Schiedsrichter mussten beim Gang auf dem Stadion geschützt werden. imago

Beim Gang in die Kabine wurde schließlich noch Schiedsrichter-Assistent Pa­trick Kluge von einer von der Haupttribüne geworfenen Plastikflasche getroffen. Der Unparteiische ging kurzzeitig zu Boden. Für Jena könnte die Partie also noch ein teures Nachspiel haben. Die intensive Begegnung, die Carl Zeiss anfäng­lich beherrschte, geriet angesichts der Ereignisse in der Schlussphase schnell in den Hintergrund. Durch den Dreier kletterte der FSV vorbei an Jena, das nun Vierter ist, auf Rang zwei - mit drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Nordhausen.

Michael Ulbrich/cfl

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