Frankfurt: Ärger über Platzverweis

Meier: "Gefährliche Situation"

Abgang: Schiedsrichter Bastian Danker schickt Alex Meier (2.v.li.) vom Platz.

Abgang: Schiedsrichter Bastian Danker schickt Alex Meier (2.v.li.) vom Platz. Getty Images

Nach dem Schlusspfiff äußerten zwar sämtliche Adlerträger ihr Unverständnis über Meiers erste Gelbe Karte. Allerdings war die Verwarnung aufgrund des resoluten Armeinsatzes gegen Danny Latza regelkonform. Keine zwei Meinungen gab es darüber, dass sich Meier anschließend hätte geschickter verhalten müssen. "Alex weiß, dass das Mist war. 60, 70, 80 Meter vor dem eigenen Tor muss man dieses Foul nicht machen, ich werde mit ihm natürlich drüber sprechen", moniert Trainer Armin Veh. Der Unglücksrabe selbst sagt: "Die erste Gelbe Karte war keine, die zweite geht in Ordnung. Ich habe den Ball verloren und gar nicht mehr an die Verwarnung gedacht. Aus Reflex bin ich hinterher gegangen, dann war es zu spät. Natürlich ärgert man sich darüber."

In 235 Bundesligaspielen war es übrigens der erste Platzverweis für Meier überhaupt, in der 2. Liga flog er einmal vom Feld: 2011 im Heimspiel gegen Düsseldorf (1:1), damals ebenfalls mit Gelb-Rot. Spielentscheidend war der Platzverweis allerdings nicht. Vielmehr müssen sich die Frankfurter nachlässige Defensivarbeit vorwerfen lassen. Beide Treffer fielen, obwohl die Eintracht in Ballnähe Überzahl hatte. "Das darf uns nicht passieren", kritisiert Veh. Die Situation spitzt sich nun vor dem nächsten Derby gegen Darmstadt 98 weiter zu. Die Eintracht droht, ganz tief in den Abstiegskampf hineinzugeraten. Meier sagt: "Natürlich ist die Situation gefährlich, da muss man nur auf die Tabelle schauen. Das wussten wir in den letzten Wochen aber auch schon."

Julian Franzke

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