Gladbachs Xhaka: "Wollen Lauf auch gegen Bayern fortsetzen"

Zettel und eine tolle Moral: Schuberts Serie hält

Schriftliche Anweisungen für einen Zähler: Gladbach-Coach Andre Schubert.

Schriftliche Anweisungen für einen Zähler: Gladbach-Coach Andre Schubert. Getty Images

90 schwere Minuten vom Champions-League-Match gegen Sevilla in den Beinen, 1:3 hinten: Es sprach nicht mehr viel für die Gladbacher in einem turbulenten Spiel beim Schlusslicht Hoffenheim. Doch mit ausgezeichneter Moral kämpften die Borussen gegen die Niederlage an und hatten Erfolg, auch weil Schubert in der Schlussphase auf volle Offensive mit nur wenig Absicherung setzte. Dreierkette hinten, Drmic vom Flügel ins Zentrum, weitere Umbauten auf mehreren Positionen: Das ließ Schubert von seinem Assistenten Frank Geideck auf zwei Zettel schreiben, die der zur Einwechslung bereitstehende Nico Elvedi in der 83. Minute in Empfang nahm und den Schlüsselspielern Lars Stindl und Granit Xhaka in die Hand drückte.

Wir haben einen unglaublichen Lauf. Und den wollen wir auch gegen die Bayern fortsetzen.

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Nicht nur diese Umstellungen, sondern auch der Mut, große Fitness und Zielstrebigkeit brachten den Gladbachern in einer mitreißenden Partie dann doch noch den 3:3-Ausgleich ausgerechnet durch den Ex-Hoffenheimer Fabian Johnson, der bereits am Mittwoch gegen Sevilla getroffen und in Hoffenheim das 1:0 erzielt hatte. Als Doppel-Torschütze trat der US-Nationalspieler in der Bundesliga zum ersten Mal in Erscheinung. Auch unter Lucien Favre hatte der äußerst vielseitige Johnson zum Stammpersonal gehört. Aber unter Schubert blüht Johnson noch mehr auf, auch weil der neue Coach deutlicher als sein Vorgänger auf Offensive, frühes Stören und schnelles Umschalten setzt.

Stabile Borussen

Seine Mannschaft lässt sich offensichtlich nicht unterkriegen, scheint stabil und in der Lage, auch Rückschläge wegzustecken. Gegen Hannover setzten sich die Borussen zuletzt in einem kniffligen Heimspiel knapp durch (2:1), mit großem Mut und mitreißendem Angriffs-Fußball wahrten sie daraufhin gegen den FC Sevilla ihre Chance (4:2), die Europa League zu erreichen; nun also das Kunststück, nach klarem Rückstand in Hoffenheim noch einen Punkt zu retten.

Xhaka: Selbstbewusst vor den schweren Aufgaben

Erst gegen die Bayern, dann bei Manchester City, danach wartet Bayer Leverkusen: Schwere Aufgaben stehen an für die Borussen. Granit Xhaka immerhin trat aus doppeltem Grund zufrieden die Rückreise aus Hoffenheim an. Nicht nur, weil Borussia erneut ungeschlagen geblieben war; Xhaka, mit seiner intensiven Spielweise immer wieder mal gelb-gefährdet, hatte es überdies vermieden, die fünfte Gelbe Karte zu sehen. "Das Spiel gegen die Bayern", hatte er noch vor dem Anpfiff gesagt, "will ich auf keinen Fall verpassen." Das gelang, und sogleich richtete Xhaka seinen Blick nach vorne. "Wir haben einen unglaublichen Lauf", verkündete der Schweizer Nationalspieler zufrieden. "Und den wollen wir auch gegen die Bayern fortsetzen."

Oliver Bitter

Bilder zur Partie TSG Hoffenheim - Bor. Mönchengladbach