Bundesliga

Krawalle vor dem Topspiel auf Schalke

Polizei Gelsenkirchen beklagt einige Verletzte

Krawalle vor dem Topspiel auf Schalke

Musste vor dem Topspiel aktiv werden: Die Polizei in Gelsenkirchen meldete mehrere Festnahmen.

Musste vor dem Topspiel aktiv werden: Die Polizei in Gelsenkirchen meldete mehrere Festnahmen. imago

Es habe "heftige Auseinandersetzungen" gegeben, sagte Sprecher Torsten Sziesze von der Polizei Gelsenkirchen dem SID. Nach Darstellung der Polizei hatten gewaltbereite Anhänger des FC Bayern und des Zweitligisten VfL Bochum versucht, den Kassenbereich Nord an der Veltins-Arena zu stürmen. Die beiden Vereine pflegen seit Jahren eine Fanfreundschaft.

Es habe dabei "einige Verletzte" gegeben. Eine genaue Zahl konnte Sprecher Sziesze nicht nennen, weil sich "niemand in ärztliche Behandlung begeben hat". Allerdings wurden "mehrere Dutzend Personen" vorläufig festgenommen und polizeilichen Maßnahmen unterzogen. "Nur durch ein schnelles und konsequentes Einschreiten der Polizeikräfte konnte Schlimmeres verhindert werden", hieß es in einer Mitteilung der Polizei.

Rummenigge will gegen "Gewalttäter vorgehen"

Die Bayern haben bereits auf die Vorfälle mit einer offiziellen Stellungnahme reagiert. "Der FC Bayern München distanziert sich unmissverständlich und in aller Form von diesen so genannten Anhängern unseres Vereins", erklärte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern, nach dem Spiel. "Gewalt kann und darf nie toleriert werden. Es ist mir und uns allen absolut unerklärlich, wie man sich gerade in diesem Moment, nach den furchtbaren Ereignissen von Paris, so respektlos gegenüber der Gesellschaft und dem Fußball zeigen kann. Ich habe erwartet, dass Fans des FC Bayern sich angemessen sensibel und anständig verhalten. Nahezu alle haben das getan, aber leider eben doch nicht alle, und das enttäuscht mich sehr."

Rummenigge entschuldigte sich bei Schalke "und allen Personen, die Schaden genommen haben, für die Entgleisung. Die örtliche Polizei hat in der schwierigen Situation eskalierender Gewalt gut reagiert und überlegt gehandelt. Der FC Bayern München wird - in Absprache mit den Behörden Gelsenkirchens gegen die dem FC Bayern zugeordneten Gewalttäter vorgehen."

Heldt: Unnötig, deplatziert, provozierend

Auch von Schalker Seite kam es inzwischen zu einer Reaktion. Manager Horst Heldt bestätigte, Bayern- und Bochum-Fans hätten sich gemeinsam "an Bereichen aufgehalten, wo sie nichts zu suchen haben, nämlich im Bereich unserer Fans. Das war unnötig und deplatziert. Der eine oder andere Fan des FC Bayern ist nicht zum ersten Mal bei uns im Stadion und weiß, wo sein Platz ist. Dass die bei uns in unsere Kurve kommen, ist sehr, sehr provozierend und dann kommt am Ende dabei nichts Gutes raus", so Heldt weiter.

las/sid/tl