EM

Ungarns "kleines Fußballwunder"

Deutsches Trainer-Trio bleibt bis nach der EM

Ungarns "kleines Fußballwunder"

In Ekstase: Trainer Bernd Storck bejubelt enthemmt die historische EM-Qualifikation mit Ungarn.

In Ekstase: Trainer Bernd Storck bejubelt enthemmt die historische EM-Qualifikation mit Ungarn. imago

Allzu lange musste Andreas Möller nicht überlegen, als sein Telefon klingelte und Bernd Storck am anderen Ende der Leitung war. Ob er sich vorstellen könne, gemeinsam mit ihm Ungarn nach Frankreich zu führen, fragte Storck. Möller hielt inne - und sagte zu. "Es gibt Situationen, in denen es einfach passt", erklärte der Ex-Profi. Nun, rund vier Wochen später, stand der 48-Jährige wieder vor der Wahl: Frankreich oder nicht?

"Das Arrangement war bei mir wirklich nur bis hierher", konstatierte Möller nach dem Triumph über Norwegen vor den Fernsehkameras. Dann fügte der Welt- und Europameister an: "Aber eins ist ganz klar, eine Europameisterschaft als Trainer mitzumachen, ist natürlich schon etwas Besonderes." Und daher macht der deutsche Ex-Nationalspieler auch weiter. Genauso wie sein Chef Storck und Torwart-Trainer Holger Gehrke.

Trainersteckbrief Storck

Storck Bernd

Trainersteckbrief Möller

Möller Andreas

Spielersteckbrief Kiraly

Kiraly Gabor

Eine Europameisterschaft als Trainer mitzumachen, ist natürlich etwas Besonderes.

Ungarns Co-Trainer Andreas Möller

Spielbericht

Schließlich mischt Ungarn erstmals nach fast einem halben Jahrhundert bei der EM mit - ein achtbarer Erfolg für den kleinen Binnenstaat, den erst Möller und Storck ermöglicht haben. Nach dem Sieg gegen Norwegen frohlockte Ex-Bundesliga-Keeper Gabor Kiraly: "Am Ende einer langen Straße haben wir diesen Meilenstein gesetzt." Und Storck ergänzte: "Alle haben einen fantastischen Job in den letzten Monaten gemacht."

lei/kid