Aue siegt 8:0 in Taucha - Müller trifft für Dynamo spät

"Schlacht von Auerbach": Hefele empfiehlt Spargelanbau

Schlechte Sicht und tiefer Boden: Der VfB Auerbach (in Gelb) forderte Dynamo Dresden alles ab.

Schlechte Sicht und tiefer Boden: Der VfB Auerbach (in Gelb) forderte Dynamo Dresden alles ab. imago

Sie bekämpften sich 120 Minuten lang, an Fußball war mit zunehmender Spieldauer bei widrigen Bedingungen auf dem tiefen Rasen in Auerbach auch kaum mehr zu denken. Am Ende siegte Dynamo Dresden durch ein Tor von Jim-Patrick Müller in der 117. Minute nach Hereingabe von Vorlagen-Spezialist Stefaniak mit 1:0 nach Verlängerung, ließ jedoch auch sicherlich viele Körner liegen. Der Lohn für die Dresdner Kampfbereitschaft beim beeindruckend malochenden Underdog: Ein Halbfinal-Spiel zu Hause gegen Erzgebirge Aue (Einheit Kamenz empfängt im zweiten Semifinale den FSV Zwickau).

"Hier kann man Spargel anbauen, nicht Fußball spielen", sagte Dresdens Kapitän Hefele nach dem Spiel im "MDR" angesichts des unebenen Spielfelds und kritisierte auch die Schiedsrichter-Leistung. "Wir spielen auch gegen 14 Mann", schimpfte der Ex-Fürther. In der regulären Spielzeit war Dresden ein Tor wegen Abseitsstellung aberkannt worden. "Wir sind enttäuscht, Gratulationen nützen da nichts", bilanzierte VfB-Coach Michael Hiemisch für den Außenseiter, der durchaus Chancen hatte, den ersten Treffer in diesem Pokalkampf zu setzen.

Spielersteckbrief Männel

Männel Martin

Spielersteckbrief Mar. Schlosser

Schlosser Marcel

Spielersteckbrief Hefele

Hefele Michael

Spielersteckbrief Nattermann

Nattermann Tom

Trainersteckbrief Dotchev

Dotchev Pavel

Aue ohne Probleme

Tom Nattermann

Hattrick binnen fünf Minuten: Tom Nattermann ragte in Taucha heraus. imago

Aue musste bei seinem Spiel in Taucha kurzfristig ohne Stammtorwart Männel antreten, der wegen Adduktorenproblemen nicht mitwirken konnte und durch den 19-jährigen Jendrusch ersetzt wurde. Bei schwierigen, weil windigen Bedingungen konnte sich vor der Pause einzig Kvesic in die Schützenliste eintragen (36.).

Zur zweiten Hälfte brachte Pavel Dotchev dann Natterman, und der bedankte sich in Lewandowski-Manier mit drei Treffern binnen fünf Minuten gegen den Sechstligisten (65./68./70.)! Rizzuto (74./79.), Yildiz (85.) und Kvesic (87.) mit seinem zweiten Tor stellten den Kantersieg sicher.

Fortuna Köln gewinnt in Hürth

Mit 3:0 (1:0) setzte sich Fortuna Köln ebenfalls am Sonntagnachmittag beim Fünftligisten FC Hürth durch. Bender (7.), Dahmani (55.) sowie Rahn (87.) trafen für den Drittligisten. Timo Boss war ein sicherer Rückhalt im Tor der Elf von Uwe Koschinat.

aho