Nürnberg reist mit unverändertem Kader nach Berlin

Weiler lässt Abschlüsse trainieren

René Weiler

Die Effizienz erhöhen: Das Ziel von Nürnbergs Trainer René Weiler in dieser Trainingswoche. imago

"Man ist immer noch frustriert", hatte Weiler am Tag nach dem torlosen Remis gegen den KSC gesagt. Er hatte allen Grund dazu: 8:4 Chancen, 10:5 Ecken, zwei Aluminium-Treffer (einer auch auf KSC-Seite), ein nicht gegebenes Tor (Füllkrug stand in der 30. Minute nicht im Abseits), dazu Riesenchancen durch Blum (Orlishausen parierte) und Leibold (Valentini rettete auf der Linie) in der Schlussphase - es war zum Haare raufen für den FCN.

Inzwischen sind die Wunden geleckt, schließlich ist trotz fünf sieglosen Spielen in Folge noch nichts verloren. Nur sechs Punkte trennen die Nürnberger von Rang drei. Der spielerische Trend zeigte bei den letzten Auftritten zudem klar nach oben. "Mit zwei, drei Siegen steht man schnell an einem anderen Ort in der Tabelle", spekuliert Weiler nicht zuletzt deswegen.

Mit dem Tabellen-14. Union Berlin (erst ein Heimsieg) wartet zudem eine lösbare Aufgabe. Allerdings nur, wenn es diesmal mit der Chancenverwertung so klappt wie im Pokal gegen Düsseldorf (5:1.). "Wir arbeiten an Abläufen und Abschlüssen und hoffen, dass wir wieder treffsicherer werden", sagte Weiler, der den Gegner nicht unterschätzen will. "Union ist bislang sicher hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Aber es wird sicher ein spannendes Spiel."

Weitreichende Änderungen wird der Coach nicht vornehmen, in die Hauptstadt wird der selbe Kader dabei sein wie gegen den KSC. Doch wird auch die selbe Startelf wie in den vergangenen beiden Partien auflaufen? Dies, sagte Weiler, könne er noch nicht sagen, "aber es wird sicher nicht vier oder fünf Wechsel geben".

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