Aalen: Vollmann erwartet in Würzburg "unbequeme Aufgabe"

Schwabl: "Es war ein Himmelfahrtskommando"

Sieht noch Probleme bei Aalen: VfR-Kapitän Markus Schwabl.

Sieht noch Probleme bei Aalen: VfR-Kapitän Markus Schwabl. imago

Nach 14 Spieltagen befindet sich Aalen inzwischen auf dem sechsten Tabellenrang. Mit 21 Punkten fehlen dem VfR derzeit fünf Zähler auf den Zweitplatzierten Großaspach und vier auf Relegationslatz drei, den Preußen Münster belegt. Dennoch will Schwabl nicht übermütig werden und vorerst am Saisonziel Klassenerhalt festhalten. "Man muss bedenken, wie unsere Vorbereitung abgelaufen ist. Wir haben eine völlig neue Mannschaft. Im ersten Training konnten wir nicht einmal sechs gegen sechs spielen", so der ehemalige Münchner Löwe. "Anfangs war das ein Himmelfahrtskommando."

Vor dem Sieg gegen den VfB Stuttgart II ging es gegen die Top 3 der Liga, in Dresden verlor der VfR deutlich mit 0:4, gegen Münster holte er ein 0:0, und auch in Großaspach setzte es eine 0:2-Niederlage. Den Fakt, dass drei Leistungsträger beim letzten Spiel fehlten, will Schwabl für die Pleite nicht als Ausrede gelten lassen. Ein "Gurkentor" sei der Knackpunkt gewesen und gegen Dresden habe sich das Team "saublöd angestellt", obwohl es lange Zeit ein Spiel "auf Augenhöhe" gewesen sei.

Spielersteckbrief Schwabl

Schwabl Markus

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Dynamo Dresden
38
2
Preußen Münster
28
3
SG Sonnenhof Großaspach
27
Trainersteckbrief Vollmann

Vollmann Peter

VfR Aalen - Vereinsdaten

Gründungsdatum

08.03.1921

Vereinsfarben

Schwarz-Weiß

Ein Hauptproblem sieht der 25-Jährige in der Offensive: "Die Effizienz vorne ist unser größtes Manko. Das betrifft die ganze Mannschaft." Auch sich selbst nimmt Schwabl da nicht aus: "Auch ich habe bislang noch kein Tor geschossen." Weil das Team es nicht schafft, den Ball lange genug zu halten, um die Stürmer in Position zu bringen, bezeichnet Schwabl den Mann in der Spitze als "teilweise die ärmste Sau", da ihm nicht genügend zugearbeitet wird.

Vollmann: Punkte für den Klassenerhalt

Mit seinem Team auf Kurs zum Klassenerhalt: Aalens Coach Peter Vollmann.

Mit seinem Team auf Kurs zum Klassenerhalt: Aalens Coach Peter Vollmann. imago

Am Samstag geht es nun zu den Würzburger Kickers, die Aalen mit drei Punkten weniger im Nacken sitzen. "Beide Teams haben am vergangenen Wochenende einen Sieg eingefahren. Ich rechne mit einer unbequemen Aufgabe, da wird am Samstag einiges an Arbeit auf uns zukommen", sagte Trainer Peter Vollmann im Vorfeld.

Besonders, da bei den Würzburgern die Kurve nach oben zeige, so der 57-Jährige. Mit einem Auswärtssieg wäre der VfR auf einem guten Kurs, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. "24 Punkte sind die Hälfte der Zähler, die uns sicher den Ligaverbleib bringen werden", so Vollmann, der eine härtere Rückrunde erwartet. "Im Winter werden zahlreiche Vereine personell nachlegen, deshalb wird die Rückserie ganz sicher nicht einfacher."

kid