Bundesliga

Eggestein nutzt die große Bühne

U 17 WM: Legt der Bremer gegen Argentinien nach?

Eggestein nutzt die große Bühne

Auf dem Sprung ins Profigeschäft? Werder-Talent Johannes Eggestein (l.) sorgt bei der U-17-WM für Furore.

Auf dem Sprung ins Profigeschäft? Werder-Talent Johannes Eggestein (l.) sorgt bei der U-17-WM für Furore. imago

Vater Karl Eggestein absolvierte 1990/91 als Kapitän 36 Zweitligaspiele für den TSV Havelse, Bruder Maximilian (19) pendelt derzeit bei Werder zwischen Bundesliga-Team und U 23. Der 17-jährige Johannes ist der jüngste Spross der Fußballerfamilie – und gilt sogar als der talentierteste. Wie Bruder Maximilian ist er offensiv ausgerichtet, allerdings kein Spielmachertyp, sondern ein abschlussstarker Stürmer, der auch gerne aus der Tiefe kommt.

Dieter Schatzschneider, der den Youngster vor gut zwei Jahren aus Havelse zu Hannover 96 locken wollte, verglich ihn schon damals mit Dänemarks einstigem Weltklasse-Angreifer Michael Laudrup. Auch Bremens Geschäftsführer Thomas Eichin sieht Eggestein als "begnadetes Talent". Die Zahlen sprechen eindeutig dafür: Zwölf Tore in acht Partien gelangen Eggestein während der laufenden Saison in der A-Junioren Bundesliga Nord/Nordost, vergangene Saison traf er in der B-Junioren-Bundesliga 22-mal (in 25 Spielen). Und für die U 17 des DFB stehen nun acht Tore bei 15 Einsätzen zu Buche.

Spielersteckbrief J. Eggestein
J. Eggestein

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Eichin: "Wir setzen alles daran, mit ihm zu verlängern"

Allem Anschein nach haben die Grün-Weißen in Eggestein wieder einen Youngster in den eigenen Reihen, der mittelfristig ähnlich wie zuletzt Davie Selke auch in der Bundesliga wirklich Akzente setzen könnte. Ob er das im Werder-Trikot versuchen wird, ist freilich noch nicht beschlossene Sache. Nach aktuellem Stand läuft Eggesteins Vertrag im kommenden Sommer aus. "Wir setzen natürlich alles daran, mit ihm zu verlängern", sagt Eichin. In der Zwischenzeit "freuen wir uns einfach, dass Johannes auf der internationalen Bühne solche Akzente setzt". Das weckt zwar umso größere Begehrlichkeiten von Mitbewerbern – spricht aber eben auch eindeutig für die Ausbildung bei Werder.

Thiemo Müller