2. Bundesliga

Muskelfaserriss! Schäfers unglücklicher Auftritt

Nürnberg: Erras debütiert auf der Sechs

Muskelfaserriss! Schäfers unglücklicher Auftritt

Raphael Schäfer

Kurzer Auftritt: Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer musste schon früh wieder raus. imago

Unter der Woche hatte Weiler bereits verkündet, dass Schäfer wieder die neue Nummer eins ist. Richtig überrascht war darüber niemand mehr. Thorsten Kirschbaum erhielt eine Verschnaufpause, war nicht mal im Kader. Soweit so gut, doch dann verletzte sich Schäfer ohne Einwirkung eines Gegners schon nach wenigen Minuten und plötzlich musste Patrick Rakovsky ran. Die Diagnose teilte der FCN am Sonntag nach einer MRT-Untersuchung mit: Muskelfaserriss in der Wade. Damit fällt der Keeper, gerade erst von einer Meniskus-OP genesen, sechs bis acht Wochen aus. Dieses Jahr ist wohl für ihn gelaufen. Seine Reha absolviert Schäfer in Nürnberg.

Es passte irgendwie ins Bild. "Wir sind alle nicht glücklich", sagte Weiler nach der Partie. Denn der Club sah lange wie der sichere Sieger aus, der FSV war meist harmlos, während die Hausherren reihenweise gute Chancen ausließen. Doch ein diskussionswürdiger Elfmeterpfiff sorgte in der Nachspielzeit für den unnötigen Ausgleich. Zlatko Dedic behielt die Nerven und sicherte seinem Team einen glücklichen Punktgewinn.

Spielersteckbrief R. Schäfer
R. Schäfer

Schäfer Raphael

Spielersteckbrief Kirschbaum
Kirschbaum

Kirschbaum Thorsten

Spielersteckbrief Rakovsky
Rakovsky

Rakovsky Patrick

Spielersteckbrief Erras
Erras

Erras Patrick

"Wir haben zu viele Chancen liegen lassen. Und wenn man die Tore nicht schießt, bekommt man sie oft. Das ist eine Binsenweisheit, die heute aber leider zutrifft", ärgerte sich Weiler. "Der Zeitpunkt des Gegentreffers in der Nachspielzeit ist umso bitterer. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment machen, außer beim Ergebnis."

Es war ein super Gefühl, vor so einer Kulisse zu spielen und es hat Lust auf mehr gemacht.

Patrick Erras

Doch einen Spieler fand man dennoch, der dem Nachmittag auch etwas Positives abgewinnen konnte: Patrick Erras. Weiler bot das Eigengewächs im defensiven Mittelfeld neben Hanno Behrens ("Patrick Erras hat ein gutes Profi-Debüt hingelegt") auf.

Der 20-Jährige, der schon seit 2007 für den Club kickt, hat offensichtlich Blut geleckt. "Es war ein super Gefühl, vor so einer Kulisse zu spielen und es hat Lust auf mehr gemacht", sagte er nach seinem Debüt und zeigte sich ganz cool: "Für mich war es keine große Überraschung, dass ich im defensiven Mittelfeld gespielt habe. Der Trainer meinte vor dem Spiel, ich soll einfach Spaß haben."

Auch wenn der späte Gegentreffer die Stimmung deutlich getrübt hat, bleibt doch hängen, dass der FCN ein gutes Spiel gemacht hat – nur das Ergebnis stimmte am Ende nicht. Denn dass der Punktgewinn glücklich war, musste letztlich auch FSV-Coach Tomas Oral zugeben. "Die Nürnberger hatten die besseren Chancen, die bessere Raumaufteilung und haben den Ball gut zirkulieren lassen", stellte Oral fest. Aber: "Der Gegner hat den Deckel nicht drauf gemacht."

tru