2. Bundesliga

Paderborn trennt sich von Gellhaus

Auch Reekers muss gehen - Interimslösung Müller

Paderborn trennt sich von Gellhaus

Markus Gellhaus

Aus in Paderborn nach zehn Spielen: Markus Gellhaus. Getty Images

Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga ging die Talfahrt für den SC Paderborn zu Saisonbeginn nahtlos weiter: Nach zehn Spieltagen stehen lediglich zwei Siege und sieben Punkte auf dem Konto der Ostwestfalen - Platz 15. Zu wenig für den erst zu Saisonbeginn eingestiegenen Trainer Gellhaus: Am Vormittag nach dem 0:1 in Duisburg trennte sich der SCP von dem 45-Jährigen. Mit Gellhaus muss auch Co-Trainer Rob Reekers gehen.

"Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, aber die Entwicklung der Mannschaft und die jüngsten Ergebnisse haben uns keine andere Wahl gelassen", begründete Präsident Wilfried Finke den Schritt, attestierte Gellhaus in einer offiziellen Stellungnahme aber "fachkompetente und engagierte Arbeit", die "leider nicht von dem Erfolg gekrönt war, den wir uns gemeinsam erhofft haben".

SC Paderborn 07 - Die letzten Spiele
Frankfurt Frankfurt (A)
3
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1
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Trainersteckbrief Gellhaus
Gellhaus

Gellhaus Markus

Trainersteckbrief Müller
Müller

Müller René

SC Paderborn 07 - Vereinsdaten
SC Paderborn 07

Gründungsdatum

01.06.1985

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

Spielbericht

Interimsweise wird nun mit René Müller, Leiter des SCP-Nachwuchsleistungszentrums, ein Mann aus den eigenen Reihen das Ruder beim Zweitliga-Team übernehmen. Müller war bereits einmal in der Endphase der Saison 2012/13 eingesprungen und konnte den Klub, für den er als Spieler in 73 Zweitliga-Spielen 20 Tore erzielte hatte, vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren. "Wir sind sicher, dass René Müller der richtige Interimstrainer für uns ist, zumal er die Verhältnisse im Verein bestens kennt", meint Finke, betonte aber auch, dass man nun "ohne Hektik" auf die Suche nach einem neuen Cheftrainer gehe.

Harmlosigkeit zeigt sich auch in Duisburg

Der wird sich dann vor allem mit der Harmlosigkeit der SCP-Offensive beschäftigen müssen. Nur fünf Tore brachte Paderborn an den ersten zehn Spieltagen zustande - Negativwert in Liga zwei. Eine Schwäche, die sich auch am Montagabend in Duisburg einmal mehr zeigte, als die Ostwestfalen kaum einmal zwingend wurden. Idir Ouali hatte in der 79. Minute die beste Möglichkeit, seinen Schuss wehrte MSV-Innenverteidiger Thomas Meißner aber auf der Linie ab. Zwei Minuten später schlug auf der Gegenseite Duisburgs Joker Chanturia zu, der bei seinem Lauf quer durch die SCP-Abwehr eher begleitet als angegriffen wurde und in seinem ersten Spiel für die Meidericher direkt traf. Der SC 07 hingegen blieb zum siebten Mal im zehnten Spiel ohne einen eigenen Treffer.

Gellhaus hatte vor der Partie beim Tabellenschlusslicht von einer richtungweisenden Partie gesprochen - nach dem Scheitern gab nun der Verein für ihn die Richtung vor.

bru