Einschnitte hier, neue Chancen dort

Wolfsburg: VW-Krise und Nike-Deal

Wolfsburger Sorgen wegen VW.

Wolfsburger Sorgen wegen VW. imago

Doch zeichnet sich immer deutlicher ab, dass die größte Krise in der Geschichte der Volkswagen AG wirtschaftlich auch vor seiner 100-prozentigen Tochter, der VfL Wolfsburg-Fußball GmbH, nicht Halt machen wird.

Keiner weiß, was genau auf den Klub zukommt. Aber intern rechnet man fest mit Einschnitten in einer noch nicht absehbaren Größenordnung. Verständlich, denn in einer Zeit, in der VW selbst, die Zulieferfirmen mitsamt Belegschaft sowie Städte und Gemeinden an den Standorten um Arbeitsplätze und Einnahmen zittern, kann der Sport nicht als Insel der Glückseligkeit unberührt bleiben.

Direkt betroffen ist der Klub seit Mittwoch auf jeden Fall: VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem, Vize des VfL-Aufsichtsrats, verlässt den Autokonzern.

Rückkehr zu Nike

Umso wichtiger ist es für den VfL, in Zukunft auf eigenen Beinen zu stehen, sich mit Einnahmen aus dem internationalen Wettbewerb, Transfers oder Sponsoring auch autark finanzieren zu können. Dabei steht der Klub nach kicker-Informationen vor einem großen Schritt. So soll Nike ab der nächsten Saison Ausrüster werden, die Verhandlungen über den Millionendeal und eine langjährige Kooperation - im Raum stehen zehn Jahre - befinden sich auf der Zielgeraden.

Von dem US-Sportartikelriesen wurde der Klub bereits von 2004 bis 2009 ausgestattet. Vor einem Jahr erst hatte der VfL einen Ausrüstervertrag bis 2019 mit Kappa geschlossen, macht jedoch Gebrauch von einer Ausstiegsmöglichkeit.

MRI/HIE