Bundesliga 2003/04, 31. Spieltag
15:43 - 13. Spielminute

Gelbe Karte
Wicky
HSV

15:47 - 17. Spielminute

Tor 1:0
Barbarez
Eigentor, Kopfball
Vorbereitung Micoud
Bremen

15:52 - 22. Spielminute

Tor 2:0
Ismael
Rechtsschuss
Bremen

16:10 - 39. Spielminute

Tor 3:0
Klasnic
Linksschuss
Vorbereitung Borowski
Bremen

16:34 - 48. Spielminute

Tor 4:0
Ailton
Linksschuss
Vorbereitung Lagerblom
Bremen

16:35 - 49. Spielminute

Gelbe Karte
Ailton
Bremen

16:46 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Romeo
für V. Hleb
HSV

16:46 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Cardoso
für Benjamin
HSV

16:48 - 62. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Valdez
für Klasnic
Bremen

16:58 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Skripnik
für Lagerblom
Bremen

17:07 - 80. Spielminute

Tor 5:0
Valdez
Rechtsschuss
Vorbereitung Ismael
Bremen

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Bremen)
Charisteas
für Ailton
Bremen

17:11 - 84. Spielminute

Tor 6:0
Skripnik
Handelfmeter,
Linksschuss
Bremen

17:10 - 85. Spielminute

Gelbe Karte
Reinhardt
HSV

17:15 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Romeo
HSV

BRE

HSV

31. Spieltag, Werder Bremen - Hamburger SV 6:0 (3:0)

Bremen überrollt den HSV

Bremens Trainer Thomas Schaaf musste nach dem torlosen Remis in Bochum auf Lisztes (Kreuzbandriss) und Ernst (Gelb-Sperre) verzichten. Für das Duo liefen Lagerblom und Ismael (nach Gelb-Sperre) in der Anfangsformation auf, Kapitän Baumann rückte so wieder aus der Viererkette vor ins Mittelfeld. Auf Seiten der Hamburger nahm Coach Klaus Toppmöller nach dem jüngsten 4:2 über Köln folgende Wechsel vor: Hoogma (nach Gelb-Sperre), Benjamin und Hleb ersetzten Romeo, Jarolim (Gelb-Sperre) und Rahn (Muskelfaserriss). Außerdem gab U-21-Nationaltorhüter Starke sein Debüt in der Startelf zwischen den Pfosten für Wächter.


Der 31. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Valerien Ismael Abwehr

1
Spielnote

1,5
Tore und Karten

1:0 Barbarez (17', Eigentor, Kopfball, Micoud)

2:0 Ismael (22', direkter Freistoß, Rechtsschuss)

3:0 Klasnic (39', Linksschuss, Borowski)

4:0 Ailton (48', Linksschuss, Lagerblom)

5:0 Valdez (80', Rechtsschuss, Ismael)

6:0 Skripnik (84', Handelfmeter, Linksschuss)

Bremen

Reinke 3 - Stalteri 3, Ismael 1 , Krstajic 1,5, C. Schulz 3 - Baumann 2,5, Lagerblom 2 , Borowski 1,5, Micoud 2 - Klasnic 2 , Ailton 3

HSV

Starke 6 - Ujfalusi 6, Hoogma 5, Reinhardt 6 - Fukal 5, Schlicke 5, Wicky 5 , Mahdavikia 6, Barbarez 5,5 , Benjamin 6 - V. Hleb 6

Schiedsrichter-Team

Lutz Michael Fröhlich Berlin

3
Spielinfo

Stadion

Weser-Stadion

Zuschauer

42.500 (ausverkauft)

Nach vier Unentschieden in den letzten fünf Partien waren die Bremer gefordert, im Fernduell mit den Bayern aus München mal wieder dreifach zu punkten. Aber auch der Gegner im Nordderby aus Hamburg brauchte jeden Zähler, um sich einen Platz im UI-Cup zu sichern. Bremen machte von Beginn an Druck und zeigte durch energisches, mitunter hartes Zweikampfverhalten, wer der Herr im Hause war. Doch der enorme Aufwand, den Werder in der Anfangsphase betrieb, verpuffte in der Offensive, weil die Aktionen hektisch und ungeordnet wirkten. Zudem machte der HSV, im taktischen Konzept mit nur einer echten Spitze, dem Ukrainer Hleb, hinten geschickt die Räume eng. Zwei Dreierketten unmittelbar vor dem Strafraum machten den Werderanern das Leben schwer. Dennoch wurde der Tabellenführer für sein engagiertes Vorgehen belohnt – und zwar vom Gegner. Nach einer Micoud-Ecke von der linken Seite versuchte Barbarez, das Leder per Kopf zu klären. Jedoch rutschte dem Bosnier der Ball über den Scheitel und schlug im kurzen Eck ein (17.). Keeper Starke war zu überrascht, um noch entscheidend eingreifen zu können. Kurze Zeit später hätte der Torhüter zupacken müssen, spekulierte aber falsch. In der 22. Minute stand Ismael bereit zu einem direkten Freistoß aus 22 Metern halblinker Position. Der Franzose sah, dass Starke das Torwarteck anbot und versenkte das Leder wenig platziert zum 2:0 etwas rechts der Tormitte. Im Anschluss glichen sich die Spielanteile ein wenig aus. Doch auch wenn die Hamburger Bemühungen zeitweise gut anzusehen waren, in der Bremer Hälfte waren die „Rothosen“ ein Muster an Harmlosigkeit ohne Zug zum Tor. Einzige Ausnahme: Barbarez‘ Schlenzer aus 24 Metern an die Latte (27.). Die Schaaf-Elf dagegen war immer dann gefährlich, wenn das Mittelfeld schnell überbrückt wurde und so die Zustimmungsprobleme in der HSV-Defensive aufgedeckt wurden. Kurz vor der Pause sorgte so Micouds öffnender Pass in die rechte Strafraumhälfte auf Borowski für viel Freiraum. Borowski legte geschickt zurück auf Klasnic, der Kroate schlenzte sicher aus zwölf Metern halbrechter Position mit links ins linke Eck (40.). Nach dem Wechsel ging es ähnlich weiter. Bremen sprühte vor Spielfreude und legte nach. Micoud blieb in der Vorwärtsbewegung an Wicky hängen. Lagerblom schnappte sich das Leder, ging Richtung Strafraum und legte kurz davor nach rechts auf Ailton. Der blieb eiskalt und netzte mit links unter die Latte ein (48.). Die Hamburger fielen nun förmlich auseinander, konnten nur noch auf die Bremer Kombinationen reagieren. Eigene gezielte Aktionen waren fast nicht zu sehen. Erst als nach knapp einer Stunde Spielzeit die Werderaner einen Gang zurückschalteten, sah der HSV ein wenig mehr Land. So verstrich die restliche Spielzeit. Werder schonte nun die Kräfte, tat nicht mehr als nötig und war dennoch weiterhin das bessere Team. Die Hamburger hatten sich derweil aufgegeben, trabten mehr oder weniger lustlos über den Rasen und ließen die Köpfe hängen. Neuen Schwung brachten gegen Ende der Partie Werders Einwechselspieler, die, hochmotiviert, leichtes Spiel hatten. So erhöhte zunächst Valdez aus sehr spitzem Winkel auf 5:0 (81.), Keeper Starke sah erneut nicht gut aus. In der 85. Minute verursachte Reinhardt einen Handelfmeter nach einem Stellungsfehler gegen Charisteas. Der Ukrainer Skripnik, der Ende dieser Saison aufhören wird, nahm sein Abschiedsgeschenk dankend an und versenkte sicher mit links ins linke Eck. In einer einseitigen Partie gewinnt Bremen auch in dieser Höhe verdient und konnte die Tordifferenz ausbauen. Nun kommt es bei weiterhin sechs Punkten Vorsprung auf den FC Bayern nächste Woche zum Showdown in München. Hamburg ließ einfach alles vermissen und lieferte eine enttäuschende Leistung ab.