Bundesliga 2003/04, 29. Spieltag
15:40 - 9. Spielminute

Tor 0:1
R. Pinto
Rechtsschuss
Vorbereitung Marcelinho
Hertha

15:58 - 28. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Wichniarek
für Rafael
Hertha

16:31 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Chahed
für van Burik
Hertha

16:37 - 51. Spielminute

Gelbe Karte
Marcelinho
Hertha

16:42 - 56. Spielminute

Gelbe Karte
Madlung
Hertha

16:43 - 57. Spielminute

Gelbe Karte
Hausweiler
Gladbach

16:46 - 60. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
van Hout
für Hausweiler
Gladbach

16:55 - 69. Spielminute

Gelbe Karte
Strasser
Gladbach

16:57 - 71. Spielminute

Gelbe Karte
Dárdai
Hertha

16:58 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Kolkka
für Demo
Gladbach

17:05 - 79. Spielminute

Spielerwechsel (Gladbach)
Kluge
für Eberl
Gladbach

17:06 - 80. Spielminute

Spielerwechsel (Hertha)
Goor
für Neuendorf
Hertha

17:12 - 86. Spielminute

Tor 1:1
Ulich
Rechtsschuss
Vorbereitung van Lent
Gladbach

17:16 - 89. Spielminute

Gelbe Karte
Simunic
Hertha

BMG

BSC

29. Spieltag, Bor. M'gladbach - Hertha BSC 1:1 (0:1)

Ulich rettet Gladbach einen Punkt

Nach dem 2:1-Sieg bei Hansa Rostock musste Gladbach-Coach Holger Fach auf die Gelb-gesperrten Korzynietz und Broich verzichten. Eberl und Demo standen dafür auf dem Rasen. Zudem verdrängte der wiedergenesene Strasser (nach Muskelverletzung) Obradovic in der Innenverteidigung. Herthas Trainer Hans Meyer baute gegenüber dem 1:0-Sieg gegen Wolfsburg wieder auf Kapitän van Burik, der nach Innenbanddehnung im Knie zurückkehrte. Cagara blieb draußen. Madlung und Neuendorf rotierten für Wichniarek und Schmidt ins Team.


Der 29. Spieltag im Überblick


Beide Teams tasteten sich zu Beginn erst locker ab, wobei die Gäste von der Spree frischer und sortierter wirkten. Gladbach war bemüht, das Spiel in die Hand zu nehmen, doch der Ball lief nicht gut. Oft blieben die Fach-Schützlinge an der Hertha-Verteidigung hängen. Das Rezept mit hohen Bällen auf Sverkos oder van Lent ging nicht auf. Die Berliner drängten munter nach vorne und rochierten im offensiven Mittelfeld viel. Das agile Spiel wurde schon nach neun Minuten belohnt: Marcelinho holte einen Einwurf raus, führte diesen schnell auf den heranstürmenden Pinto aus. Der Portugiese drang in den Strafraum ein und verwandelte mit einem trockenen Flachschuss aus 15 Metern. Auch in der Folgezeit konnten sich die „Fohlen“ nicht entscheidend durchsetzen. Die Berliner deckten den ballführenden Spieler eng und die Innenverteidiger Madlung und Simunic waren meist die Kopfballsieger gegen Sverkos und van Lent. Auch das Kombinationsspiel der Gladbacher wollte nicht auf Touren kommen, so erspielten sie sich nur Halbchancen. Hertha stieß immer wieder gefährlich nach vorne und hätte das zweite Tor machen müssen: Marcelinho leitete einen Konter auf Friedrich ein, der auf Stiel zu marschierte. Kurz vor dem Gladbach-Keeper legte der Verteidiger quer zu Neuendorf, der aus fünf Metern das leere Tor verfehlte (20.). Die Berliner waren reaktionsschneller und in den Zweikämpfen konsequenter. Erst nach gut 25 Minuten tauten die Gastgeber auf und bauten mehr Druck auf das Hertha-Tor auf. Mit zunehmender Spielzeit zogen sich die Herthaner zurück. Zwingendes ergab sich weiterhin für die Borussia nicht. Sie rannten sich viel mehr vor dem Strafraum der „alten Dame“ fest. Kurz vor der Pause schienen die „Fohlen“ besser mit dem Gegner zu Recht zu kommen. Das Kominationsspiel lief flüssiger und es ergaben sich auch zwei Möglichkeiten, doch Hausweiler (38.) und Carnell (45.) fehlte die Durchschlagskraft.

Nach dem Wechsel gingen die Borussen engagiert zu Werke. Sie zeigten den Willen, das Spiel noch umzubiegen, und belegten dies mit zwei Großchancen. Bei der ersten reagierte Pletsch überhastet und schoss aus sechs Metern über das Tor, und bei der zweiten verlor Sverkos das Duell mit Fiedler. Die Hauptstädter zogen sich tief in ihre eigene Hälfte zurück und überließen den Hausherren das Feld. Mit viel Ballsicherheit und schnellem Konterspiel schafften sie es aber dennoch, ihren Gegner in Schach zu halten. Gladbach viel ab, ließ spielerisches Können vermissen. Fach reagierte und brachte mit van Hout für Hausweiler den dritten Stürmer (60.). Auch das Konzept mit der Brechstange brachte den Defensivverbund der Berliner nicht aus der Ruhe. Wieder kam die Fach-Elf nur zu Halbchancen durch Sverkos (62.) und Gaede (68.), die Fiedler keine Probleme bereiteten. Nach gut 70 Minuten nahmen die Borussen das Heft in die Hand und kontrollierten die Partie. In der Offensive produzierten die Herthaner zu oft Fehlpässe, so dass Gladbach meist im Ballbesitz war. Mit der Übermacht fingen die „Fohlen“ zu wenig an. In den letzten zehn Minuten lebte das Spiel vor allem von der Spannung. Mit den frischen Kolkka und Kluge setzte Holger Fach alles auf eine Karte. Die Schlussoffensive wurde mit einer guten Kombination belohnt: Kluge passte zu van Hout, der direkt zu van Lent weiterleitete. Der Niederländer legte für den heranstürmenden Ulich ab, der aus acht Metern eiskalt versenkte. Damit wurden die Berliner für ihre Passivität bestraft, denn sie spielten sich in der gesamten zweiten Hälfte keine gute Torchance raus und konzentrierten sich ausschließlich auf Verteidigung.

Spieler des Spiels

Christian Fiedler Tor

2,5
Spielnote

4
Tore und Karten

0:1 R. Pinto (9', Rechtsschuss, Marcelinho)

1:1 Ulich (86', Rechtsschuss, van Lent)

Gladbach

Stiel 3 - Eberl 4,5 , Pletsch 3, Strasser 3 , Carnell 4 - Gaede 4, Hausweiler 4 , Ulich 3,5 , Demo 4,5 - Sverkos 4, van Lent 4

Hertha

Fiedler 2,5 - Madlung 4 , van Burik 3 , Simunic 4 - Friedrich 3,5, Fathi 4,5, Dárdai 3,5 , Neuendorf 4,5 , Marcelinho 4 , R. Pinto 3,5 - Rafael

Schiedsrichter-Team

Florian Meyer Burgdorf

4
Spielinfo

Stadion

Bökelbergstadion

Zuschauer

34.500 (ausverkauft)

Gladbach verschlief die Anfangsphase und rannte dann phasenweise konzeptlos nach vorne. Am Ende münzten sie ihre Überlegenheit noch in ein Tor und damit in einen Punkt um. Die Berliner bleiben nach diesem Unentschieden weiter ein heißer Kandidat für den Abstieg.