2. Bundesliga

Düwel reicht Klage gegen Union ein

Berlin: Fan-Haus-Pläne werden verschoben

Düwel reicht Klage gegen Union ein

Norbert Düwel

Wurde Ende August entlassen: Norbert Düwel. imago

Düwel war nach dem verpatzten Saisonstart am 31. August entlassen worden. Sein Vertrag lief ursprünglich bis 2017. Er hatte im Sommer 2014 sein Amt bei Union angetreten und mit dem Team in der abgeschlossenen Saison der 2. Bundesliga den siebten Platz belegt. In der aktuellen Spielzeit hatte er in der Liga nur vier Punkte aus fünf Spielen geholt und scheiterte zudem im Pokal an Regionalligist Viktoria Köln (1:2).

Vor dem Gericht geht es nun um die Höhe der Abfindung. Hätte Düwel innerhalb von drei Wochen keine Klage eingelegt, wäre die Kündigung von ihm akzeptiert worden. Die erste Verhandlung vor Gericht dient nun dazu, Probleme zu klären und zu prüfen, ob eine gütliche Einigung zwischen beiden Seiten möglich ist.

"In Verfahren vergleichbarer Art ist häufig eine gütliche außergerichtliche Einigung erzielt worden", sagte Martin Dreßler, der Pressesprecher des Berliner Arbeitsgerichts, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Für Union scheint sich der Trainerwechsel zumindest kurzfristig gelohnt zu haben. Denn mit Sascha Lewandowski wurde beim Karlsruher SC gleich der erste Sieg (3:0) eingefahren.

Fan-Haus wird vorübergehend Unterkunft für Flüchtlinge

Derweil reagieren die Eisernen auf die dramatische Zuspitzung der Flüchtlingssituation in Deutschland und verschieben ihre Fan-Haus-Pläne. Der Verein hatte in Stadionnähe eine Immobilie erworben. Das Gebäude mit einer Fläche von über 1000 Quadratmetern soll künftig als Fan-Haus mit Büros, Gastronomie und einem Service-Center dienen. Diese Pläne stellten die Berliner jetzt aber zurück.

"Berlin ist darauf angewiesen, alle Reserven zu erschließen, um das Unterbringungsproblem zu lösen. Wir haben die Möglichkeit, dazu einen Beitrag zu leisten, indem wir selber verzichten. Natürlich hätten wir unser Fan-Haus sehr gerne anlässlich unseres 50. Vereinsgeburtstag im Januar eröffnet, aber wenn wir akute Not lindern können, dann tun wir das selbstverständlich", erläutert Fan-Haus-Leiter Sven Mühle den vorläufigen Verzicht.

"An der für den kommenden Bundesligaspieltag geplanten Aktion einer Boulevardzeitung wird der 1. FC Union Berlin hingegen nicht teilnehmen", heißt es zudem auf der Website der Berliner - gemeint ist die für alle 36 Profiklubs angedachte Bewerbung der "Bild"-Aktion "Wir helfen" auf dem linken Trikotärmel. Tags zuvor hatte bereits der FC St. Pauli angekündigt, nicht bei Aktion mitzumachen.

tru