Bundesliga 2003/04, 14. Spieltag
16:07 - 35. Spielminute

Tor 0:1
Voronin
Rechtsschuss
Vorbereitung Kringe
Köln

16:11 - 41. Spielminute

Gelbe Karte
Springer
Köln

16:14 - 42. Spielminute

Tor 1:1
Pizarro
Rechtsschuss
Vorbereitung Demichelis
Bayern

16:33 - 46. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Makaay
für Santa Cruz
Bayern

16:36 - 49. Spielminute

Tor 2:1
Pizarro
Rechtsschuss
Vorbereitung Ballack
Bayern

16:47 - 60. Spielminute

Tor 2:2
Springer
Rechtsschuss
Vorbereitung Voigt
Köln

16:59 - 72. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Federico
für Kringe
Köln

17:00 - 73. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Rau
für Lizarazu
Bayern

17:04 - 77. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Feulner
für Schweinsteiger
Bayern

17:05 - 79. Spielminute

Gelbe Karte
Cichon
Köln

17:15 - 88. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Scherz
für Podolski
Köln

17:16 - 89. Spielminute

Spielerwechsel (Köln)
Ebbers
für Voronin
Köln

FCB

KOE

14. Spieltag, Bayern München - 1. FC Köln 2:2 (1:1)

Springer belohnt Kölner Kampfgeist

Beim FC Bayern gab es nach dem 0:0 in der Champions League bei Celtic Glasgow folgende personellen Änderungen: Demichelis kam für Kuffour, Schweinsteiger, Zé Roberto und Pizarro ersetzten Jeremies, Sagnol und Makaay. Kölns Trainer Koller brachte im Vergleich zum 0:1 gegen den HSV Cullmann für Lottner (Grippe).


Der 14. Spieltag im Überblick


Spieler des Spiels

Stefan Wessels Tor

1
Spielnote

2,5
Tore und Karten

0:1 Voronin (35', Rechtsschuss, Kringe)

1:1 Pizarro (42', Rechtsschuss, Demichelis)

2:1 Pizarro (49', Rechtsschuss, Ballack)

2:2 Springer (60', Rechtsschuss, Voigt)

Bayern

Kahn 2,5 - Salihamidzic 5, R. Kovac 5, Demichelis 5, Lizarazu 3,5 - Hargreaves 4, Schweinsteiger 4 , Ballack 3,5, Zé Roberto 3,5 - Santa Cruz 3 , Pizarro 2

Köln

S. Wessels 1 - Cullmann 4,5, Cichon 4 , Dogan 4 - O. Schröder 4, Springer 3,5 , Voigt 3, Kringe 3,5 , Sinkala 3 - Podolski 2,5 , Voronin 2

Schiedsrichter-Team

Uwe Kemmling Kleinburgwedel

3
Spielinfo

Stadion

Olympiastadion

Zuschauer

48.000

Von Beginn an spielte nur ein Team - der FC Bayern. Köln war sehr defensiv orientiert, stand weit hinten drin. Bis auf Voronin arbeiteten alle Kölner für die Defensive. Entlastungsangriffe gab es nur ganz wenige. Die Münchner taten sich gegen das vielbeinige Bollwerk sehr schwer. Es war zwar beinahe ein Belagerungszustand, so eng zog der Rekordmeister den Gürtel um den Strafraum der "Geißböcke", doch echte Chancen waren rar gesät. Zudem versäumten es die Bayern, bis zur Grundlinie durchzudringen; die Flanken kamen stets bereits aus dem Halbfeld und waren meist Beute der Innenverteidigung. Nach einer knappen halben Stunde wären die Münchner aber beinahe in Führung gegangen. Zunächst lenkte Wessels einen schönen Kopfball von Santa Cruz mit den Fingerspitzen an die Latte. Nur eine Minute später schoss Zé Roberto mit links vom Strafraum an den rechten Pfosten. Köln setzte nur sporadisch zu Kontern an, die es aber in sich hatten. So scheiterte zunächst Voronin allein vor Kahn am Bayern-Keeper, dann köpfte Podolski aus zwölf Metern nach Voronin-Flanke nur um Haaresbreite links vorbei. Und die Kölner wurden für ihre Taktik der Nadelstiche belohnt: Schlecht ausgeführter Freistoß von Salihamidzic, Kringe kommt an den Ball und spielt steil auf Voronin, der allein vor Kahn dem Keeper keine Chance lässt und mit rechts ins rechte Eck schießt (35.). Doch die Münchner schlugen zurück und erzielten in der 42. Minute den hoch verdienten Ausgleich: Zé Roberto flankt nach kurz ausgeführter Ecke von rechts, Demichelis verlängert in den Fünfmeterraum, dort rauscht Pizarro heran und drückt den Ball aus kurzer Entfernung über die Linie. Blitzstart des FCB nach der Pause. Zunächst kann Wessels einen 17-Meter-Flachschuss von Pizarro gerade noch abwehren, doch nur kurz darauf gingen die Münchner in Führung: Flanke von rechts, Ballack verlängert mit dem Kopf, Pizarro staubt aus einem Meter Entfernung zum 2:1 ab (49.). Köln blieb seiner Marschroute auch nach dem Rückstand treu, achtete auf eine starke Defensive und versuchte, ab und zu einen schnellen Gegenangriff zu starten. Nach einer Stunde konnten sich die Koller-Schützlinge mal wieder befreien und kamen prompt zum überraschenden Ausgleich: Voronin flankt weit von rechts in den Strafraum, Voigt rennt im Rücken der Abwehr heran und köpft aus spitzem Winkel ans lange Eck, wo Springer den Ball mit der Fußspitze über die Linie drückt. Der FC Bayern spielte mitunter zu umständlich gegen die massierte Deckung der Kölner, das Überraschungsmoment fehlte. Die aufopferungsvoll kämpfenden Rheinländer machten die Räume sehr eng. Ein probates Mittel hiergegen wären Direktspiel und Doppelpässe gewesen, wovon aber zu wenig vom überlegenen Rekordmeister zu sehen war. In der Schlussphase probierten es die ideenlosen Münchner mit der Brechstange und schlugen die Bälle wahllos, hoch und weit nach innen. Das Kölner Bollwerk hielt bis zum Schluss. Sekunden vor dem Ende hatte Ebbers sogar freistehend den Siegtreffer auf dem Fuß, verpasste aber die Scherz-Hereingabe. Der 1. FC Köln kommt etwas glücklich, aber nicht unverdient zu seinem zweiten Auswärtspunkt. Der FC Bayern war zwar über die gesamte Spielzeit tonangebend, tat sich aber gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Kölner, die mit Mann und Maus verteidigten, sehr schwer. Die Rheinländer setzten auf gelegentliche Konter und spielten dieser zwei erfolgreich zu Ende.