Gladbach und Stuttgart bleiben punktlos - Bayern mühelos

BVB spaziert zum elften Sieg - FCA jubelt erstmals

Schalkes Matchwinner Sané jubelt über das 1:0 in Stuttgart.

Schalkes Matchwinner Sané jubelt über das 1:0 in Stuttgart. Getty Images

Fährmann raubt dem VfB den Nerv - Matchwinner Sané

Unglaublich, aber wahr: Auch gegen Schalke holte der VfB Stuttgart am Sonntagnachmittag keinen Zähler, verlor 0:1 und das, obwohl die Schwaben mal wieder Chancen in Hülle und Fülle hatten. Die Königsblauen, die am Donnerstag noch in der Europa League im heißen Nikosia 3:0 gewonnen hatten, agierten im ersten Abschnitt sehr behäbig und ließen den forschen Schwaben in der Offensive viele Räume. Werner, Ginczek, Baumgartl und Gentner hatten im ersten Durchgang beste Chancen, doch entweder hatten sie das Visier sehr unscharf eingestellt oder scheiterten an Fährmann. Der S04-Keeper war bis zur Halbzeit der einzige Schalker mit Normalform. Nach der Pause wachten die Gäste auf und beschäftigten die VfB-Abwehr etwas mehr. Nach einem Ballverlust der Stuttgarter schaltete die Breitenreiter-Elf schnell um, und Sané spazierte zum Führungstreffer - von der kurz zuvor gesehenen Gelben Karte wegen einer Schwalbe ließ sich der 19-Jährige nicht einschüchtern. Nun war der VfB gefordert, doch Zornigers Profis verkrampften immer mehr - Baumgartl schlug in bester Aussichtsposition ein Luftloch, doch er war nicht der einzige, der Hochkaräter ausließ oder am überragenden Fährmann scheiterte. Eine symptomatische Pleite für den Tabellenvorletzten.

Bundesliga - Scorer 2015/16
Douglas Costa
8
Modeste Anthony
8
Aubameyang Pierre-Emerick
7
Bundesliga - 5. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Borussia Dortmund
15
2
Bayern München
15
3
VfL Wolfsburg
11
Bundesliga - Torjäger 2015/16
Aubameyang Pierre-Emerick
6
Müller Thomas
6
Malli Yunus
5

3:0 gegen Leverkusen: BVB bleibt an der Tabellenspitze

Schuss ins Glück: Dortmunds Hofmann trifft zum 1:0.

Schuss ins Glück: Dortmunds Hofmann trifft zum 1:0. Getty Images

Borussia Dortmund hat nach dem Sieg der Münchner in Darmstadt nachgelegt und am frühen Sonntagabend Bayer Leverkusen mit 3:0 bezwungen. Damit geht der BVB als alter und neuer Tabellenführer in die anstehende englische Woche. Matchwinner war Hofmann, der nach einem Schnitzer von Bayer-Keeper Leno cool zur Führung einschob. Über weite Strecken spielte der BVB im ersten Abschnitt überlegen, arbeitete sich mehrere Chancen heraus und ließ die Defensive der Werkself gehörig wackeln. Nach rund 30 Minuten riss jedoch ein wenig der Faden bei der Tuchel-Elf, die Gäste fanden besser in die Partie, doch zwingend wurde die Schmidt-Elf vor der Pause selten. Nach dem Seitenwechsel begannen die Schwarz-Gelben forscher, doch Aubameyang verpasste es, frühzeitig auf 2:0 zu stellen. Das machte dann sein Offensivkollege Kagawa mit der Pike, zuvor hätte auf der Gegenseite Chicharito den Ausgleich erzielen können, aber BVB-Torwart Bürki gewann die Eins-gegen-Eins-Situation. Ein echtes Aufbäumen wollte Leverkusen aber nicht mehr gelingen, die Dortmunder Defensive um Hummels und Sokratis stand stabil, und in der Offensive legte Aubameyang vom Elfmeterpunkt zum 3:0-Endstand nach, der eingewechselte Castro traf in der Schlussminute gegen seinen Ex-Klub nur den Pfosten. Damit war der elfte Pflichtspielsieg des BVB im elften Spiel 2015/16 perfekt.

Esswein und Verhaegh besorgen ersten FCA-Sieg

Im zweiten Sonntagsspiel feierte der FC Augsburg im Duell der Sieglosen gegen Hannover 96 den ersten Dreier der laufenden Runde. Nach dem bitteren 1:3 unter der Woche bei Athletic Bilbao brachte Esswein mit seinem feinen Schlenzer die Fuggerstädter in Führung, nur 72 Sekunden später holte Werner gegen Marcelo einen Elfmeter heraus, den Verhaegh sicher zur 2:0-Pausenführung vollstreckte. Wer gedacht hätte, die Niedersachsen würden mit Beginn der zweiten Hälfte mutiger nach vorne spielen, sah sich getäuscht. 96 blieb in der Offensive weitestgehend harmlos, auf der anderen Seite hätte der Augsburger Stürmer Matavz die Führung deutlicher ausbauen können. Da aber die Frontzeck-Elf sich früh in ihr Schicksal fügte, gab es am verdienten 2:0 für den FCA nichts zu deuteln.

Vidals und Comans Premieren-Tore - Rode überzeugt

Premieren-Tor: Vidal brachte die Münchner in Darmstadt in Front.

Premieren-Tor: Vidal brachte die Münchner in Darmstadt in Front. imago

Der FC Bayern übersprang die im Vorfeld nicht sonderlich hoch eingeschätzte Hürde Darmstadt mit einiger Mühe. Die Münchner gewannen mit 3:0, Wegbereiter war Vidal, der mit einem knallharten Schuss sein Premieren-Tor für den Rekordmeister erzielte. Die Darmstädter, die das Heimspiel gegen die Guardiola-Elf als Highlight der Saison bezeichneten, agierten angenehm selbstbewusst und hatten im ersten Abschnitt mehrere vielversprechende Offensivaktionen. Stroh-Engel, Heller und Rausch standen kurz vor einem Torerfolg. Allerdings hatten die Lilien auch Glück, dass es bei Hollands Attacke gegen Rode keinen Elfmeter gab. In der zweiten Hälfte stand die nächste Premiere auf dem Programm, denn nach schönem Rückpass von Rode vollstreckte Coman zum 2:0 und erzielte ebenfalls seinen ersten Treffer im FCB-Trikot. Wenige Sekunden später machte Rode den Sack mit dem 3:0 zu.

Modestes Kopfball entscheidet das Rheinische Derby - Favre tritt zurück

Kölner Matchwinner: Modeste machte das 1:0 gegen Gladbach.

Kölner Matchwinner: Modeste machte das 1:0 gegen Gladbach. Getty Images

Das mit Spannung erwartete Rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach bot im ersten Durchgang wenig Aufregendes. Die leidgeprüften Borussen erwischten einen besseren Start in die Partie, nach 30 Minuten erwachte der FC - unter dem Strich gab es allerdings kaum Torraumszenen. Nur Osako prüfte Gladbachs Keeper Sommer aus spitzem Winkel. Im zweiten Durchgang blieb das taktisch geprägte Duell ausgeglichen und der FC ging durch Modestes Kopfballtor in Front. Nun waren die Fohlen gefordert, doch Favres Mannen wollte in der Offensive nichts gelingen, so dass der CL-Teilnehmer auch nach dem fünften Ligaspiel ohne Zähler dasteht. Die Konsequenz daraus: Am Sonntag trat Favre zurück .

HSV trennt sich torlos von der Eintracht

Der Hamburger SV deutete im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt an, dass sich die Hanseaten im Aufwind befinden. Gegen die Hessen legte die Labbadia-Elf schwungvoll los und drückte die Frankfurter in die Defensive, doch richtige Torchancen konnte sich der HSV im ersten Abschnitt nicht herausarbeiten. Zwar flogen eine ganze Menge Flanken in den Strafraum der SGE, doch Abnehmer Lasogga war im Zentrum gut abgeschirmt. Auf der anderen Seite war die Elf von Trainer Armin Veh im Vorwärtsgang eher lahm unterwegs, Torjäger Meier wurde vom HSV bestens aus dem Spiel genommen. In Hälfte zwei setzte Ilicevic das erste Ausrufezeichen, aber der Techniker schlenzte Müllers Rückpass weit drüber. Danach war HSV-Torwart Drobny doppelt gefordert, der letztlich den Zähler für die Hanseaten sicherte.

Last-Minute-Tor: Ingolstadt siegt auch an der Weser

Die Bremer wollten gegen den Aufsteiger FC Ingolstadt den Schwung vom Auswärtssieg in Hoffenheim mitnehmen, doch gerade in den ersten 45 Minuten gelang der Skripnik-Elf in der Offensive nicht allzu viel. Wäre der bislang so stabile Ingolstädter Roger nicht gewesen, hätten die Bremer kaum Gefahr ausgestrahlt. Aber erst spielte er einen Rückpass schlampig, den Bartels fast erwischt hätte, dann köpfte er einen Flankenball an die eigene Latte. In der zweiten Halbzeit wurde Bremen mit der Einwechslung von Pizarro druckvoller, aber die Defensive der Ingolstädter stand nicht zuletzt wegen Roger weiterhin sicher. In der Nachspielzeit dann der Schock für Bremen: Lukimya foulte Lex, den Elfmeter verwandelte Hartmann zum 1:0-Siegtreffer. Danach wurde es hektisch und Bargfrede sah noch die Rote Karte. Für die Oberbayern war es der dritte Auswärtssieg und der zugleich dritte, den die Hasenhüttl-Elf mit 1:0 einfährt.

2:0 gegen Hertha: Joker Dost der Matchwinner

Die Wolfsburger hatten nach dem CL-Auftakt gegen Moskau in der Liga gegen die Hertha wieder eine volle Hütte. Die Berliner zeigten sich davon zunächst jedoch wenig beeindruckt und schnupperten dreimal am Führungstreffer, doch Haraguchi, Ibisevic und Cigerci scheiterten. Für die Wölfe verzeichneten Bendtner und Naldo Abschlüsse, aber in die Pause ging es nach flotten Angangsminuten mit einem leistungsgerechten 0:0. Erwähnenswert: Kurz vor der Pause ersetzte Stark den angeschlagenen Langkamp (Sprunggelenk), in der Halbzeit musste Torwart Kraft in der Kabine bleiben (Schulter). Die zweite Halbzeit begann mit zwei Aufregern: Stark rempelte Draxler im Strafraum, Dante legte Weiser im Sechzehner, doch beide Male gab es keinen Elfmeter. Pech hatte dann Draxler noch mit einem Kopfball, den der neue Hertha-Keeper Jarstein glänzend parierte. VfL-Trainer Dieter Hecking belebte seine Offensive mit Dost - es sollte der goldene Griff gewesen sein. Denn der Niederländer führte sich bestens mit dem Führungstreffer ein, in der Schlussphase sorgte er mit einem verwandelten Elfmeter für einen etwas glücklichen Dreier.

Mallis Dreierpack erledigt Hoffenheim

Der Mainzer Malli jubelt nach dem 1:1, Muto freut sich mit.

Der Mainzer Malli jubelt nach dem 1:1, Muto freut sich mit. imago

Am Freitagabend eröffnete der 1. FSV Mainz 05 den fünften Spieltag mit dem Heimspiel gegen die kriselnde TSG Hoffenheim. Zwar gingen die Kraichgauer nach einem schönen Angriff über den Ex-Mainzer Polanski durch Schmid in Führung, doch auf Seiten der Rheinhessen stand mit Malli ein eiskalter Vollstrecker. Der Offensivmann der Schmidt-Elf besorgte nicht nur postwendend den Ausgleichstreffer zum 1:1, sondern schlenzte den Ball Mitte der zweiten Halbzeit zum sehenswerten 2:1-Führungstreffer in die Maschen. Doch damit nicht genug: Nach einer schönen Vorarbeit von Muto netzte Malli erneut ein und besorgte mit seinem ersten Dreierpack in der Bundesliga den 3:1-Endstand. Damit verschärft sich die missliche Lage bei den Hoffenheimern, denn nach der neuerlichen Niederlage hat die TSG weiterhin nur einen Zähler auf der Habenseite stehen.

bst