Bundesliga 2003/04, 4. Spieltag
17:21 - 14. Spielminute

Tor 0:1
Pizarro
Kopfball
Vorbereitung Sagnol
Bayern

17:41 - 35. Spielminute

Gelbe Karte
Hoogma
HSV

17:51 - 45. Spielminute

Gelbe Karte
Zé Roberto
Bayern

18:14 - 52. Spielminute

Gelb-Rote Karte
Benjamin
HSV

18:17 - 55. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Jacobsen
für Romeo
HSV

18:33 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Wicky
für Maltritz
HSV

18:33 - 71. Spielminute

Spielerwechsel (HSV)
Kling
für Rahn
HSV

18:38 - 76. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Elber
für Pizarro
Bayern

18:41 - 77. Spielminute

Tor 0:2
Elber
Rechtsschuss
Vorbereitung Ballack
Bayern

18:43 - 81. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Deisler
für Zé Roberto
Bayern

18:44 - 82. Spielminute

Spielerwechsel (Bayern)
Schweinsteiger
für Ballack
Bayern

HSV

FCB

Bundesliga

Bayern siegt souverän im Jubiläumsspiel

4. Spieltag, Hamburger SV - Bayern München 2:0 (1:0)

Bayern siegt souverän im Jubiläumsspiel

Hamburgs Trainer Kurt Jara tauschte gegenüber der 1:5-Pleite in Wolfsburg drei Akteure aus: Für Jacobsen, Wicky und den verletzten Mahdavikia (Bänderdehnung) standen Schlicke, Benjamin und Romeo in der Anfangsformation. Bayerns Coach Ottmar Hitzfeld ließ nach dem 2:0-Erfolg gegen Bochum sein Team auf zwei Positionen rotieren: Kuffour und Hargraeves nahmen zunächst auf der Bank Platz, dafür standen Sagnol und Kovac auf dem Rasen.


Der 4. Spieltag im Überblick


Beide Teams schenkten sich nichts und begannen den Nord-Süd-Klassiker mit fast schon übertriebener Härte. Die erste Gelbe Karte gab es schon nach zehn Sekunden für den Hamburger Benjamin. Die umkämpfte Anfangsphase dominierte der HSV, der den FC Bayern geschickt unter Druck setzte. Viel Ballbesitz, starkes Zweikampfverhalten und gutes Pass-Spiel zeichnete die Hamburger aus. Das stürmische Dreigespann Romeo/Takahara/Barbarez setzte die Vierer-Abwehr-Kette unter Druck, aber die bayerische Abseitsfalle funktionierte. Nach erst 14 Minuten zeigten sich die Bayern vor dem Tor der Hamburger, und wie: Makaay passt quer auf Sagnol, der das Leder präzise auf den Kopf von Pizarro brachte. Der Peruaner, der sich von Hoogma gelöst hatte, köpfte auf sechs Metern vorbei an Pieckenhagen. Der erste Angriff - das erste Tor - 100% Effektivität. München bewies seine Kaltschnäuzigkeit. In der Folgezeit war der HSV zwar weiterhin die Ton angebende Mannschaft, aber es war den Hausherrn anzumerken, dass der Schock tief saß. Das Kombinationsspiel ließ nach, so war vor dem Strafraum der Bayern meist Schluss. Die Münchner kamen nicht wirklich in Fahrt, traten aber im Stile des Rekordmeisters auf: Sie standen sicher, ließen den HSV kommen, zeigten dem Gegner aber seine Grenzen auf. Unter der Passivität der Bayern litt das Niveau der Partie. Da die Münchner nicht konsequent in die Spitze stießen und der HSV zu harm- und hilflos war, um vor Kahns Tor für Gefahr zu sorgen, ergab sich ein unattraktives Mittelfeldgeplänkel ohne gefährliche Torszenen. Erst kurz vor der Halbzeitpause nahm die Hitzfeld-Truppe das Heft in die Hand und diktierte das Spielgeschehen. So hatte Makaay das 2:0 auf dem Fuß, doch Pieckenhagen vereitelte dies mit einem klasse Reflex. So stand es zur Pause völlig verdient 1:0 für den Meister.

Der HSV kam mit dem nötigen Engagement aus der Kabine, bei Collin Benjamin war es aber zu viel des Guten: Der vorgewarnte Namibier sah nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte (52.). Hamburgs Coach Kurt Jara reagierte und brachte mit Jacobsen (für Romeo) einen Defensiv-Mann, der das Loch stopfen sollte. Damit änderte sich das taktische Konzept: Hinten sollte die Abwehr dicht halten und vorne sollte über Konter der Ausgleich erzielt werden. Das klappte auch ganz gut, denn in der 59. Minute hatten die Norddeutschen durch Takahara ihre bislang beste Chance, doch Kahn war gut postiert und konnte den Schuss aus kurzer Distanz klären. Die Bayern auf der anderen Seite hätten schon lange 2:0 führen müssen, doch Makaay vergab aus aussichtsreicher Position (51.) und Zé Robertos Schuss hielt Pieckenhagen noch mit den Fingerspitzen (64.). Insgesamt waren die Süddeutschen die Spiel bestimmende Mannschaft, aber sie waren sich ihrer fast zu sicher, so dass sich immer wieder Fehler einschlichen und der dezimierte HSV Raum zum Kontern hatte. Nach 70 Minten gestaltete sich die Begegnung wieder ausgeglichener, im Mittelfeld konnte der Sportverein dem FCB gut Paroli bieten. Die Bemühnungen der Hamburger verpufften aber meist an der jetzt sattelfesten Defensive der Bayern. Trainer Ottmar Hitzfeld brachte in der 76. Minute Elber für Pizarro, diese Maßnahme zahlte sich nur eine Minute später aus: Ballack spielte einen langen Ball in den Rücken der Hamburger Vierer-Kette. Der Brasilianer löste sich von Ujfalusi, nahm das Leder mit und schoss vorbei an Pieckenhagen zum 2:0 ein. Das war die Entscheidung, denn die Nordlichter fügten sich fortan ihrem Schicksal.

Spieler des Spiels

Claudio Pizarro Sturm

1,5
Spielnote

3,5
Tore und Karten

0:1 Pizarro (14', Kopfball, Sagnol)

0:2 Elber (77', Rechtsschuss, Ballack)

HSV

Pieckenhagen 2,5 - Benjamin 5 , Hoogma 5 , Ujfalusi 4, Rahn 4,5 - Schlicke 4, Maltritz 2,5 , Beinlich 4 - Takahara 3,5, Barbarez 3, Romeo 5,5

Bayern

Kahn 2,5 - Sagnol 3,5, R. Kovac 3, Linke 3 , Lizarazu 4 - Ballack 2,5 , Jeremies 3, Salihamidzic 3, Zé Roberto 2 - Pizarro 1,5 , Makaay 4

Schiedsrichter-Team

Dr. Markus Merk Otterbach

1,5
Spielinfo

Stadion

AOL Arena

Zuschauer

55.500 (ausverkauft)

Das Jubiläumsspiel zum 40. Geburtstag der Bundesliga war kein hochklassiges Spiel und hatte mit dem FC Bayern den verdienten Sieger. Die Münchner traten souverän auf und rücken mit dem Sieg auf Rang zwei der Tabelle vor. Der HSV findet sich nach nur einem Unentschieden in dieser Saison auf dem vorletzten Platz wieder und steht jetzt enorm unter Zugzwang.