Kiels Kapitän fällt lange aus

Krause muss erneut mit Kreuzbandriss pausieren

Der vorerst letzte Auftritt: Marlon Krause (re.) im Laufduell mit Osnabrücks Marcos Alvarez.

Der vorerst letzte Auftritt: Marlon Krause (re.) im Laufduell mit Osnabrücks Marcos Alvarez. imago

Dieser Nachmittag an der Bremer Brücke wird Krause noch lange im Gedächtnis bleiben. Nicht die Niederlage, die durch einen Elfmeterpfiff nach einem Krause-Schubser gegen VfL-Angreifer Marcos Alvarez eingeleitet wurde, wird den noch 24-Jährigen beschäftigen. Es ist eine Rettungstat Anfang der zweiten Hälfte: Mit dem langen Bein klärt Krause gegen Alvarez, bleibt anschließend aber mit Schmerzen am Boden liegen.

Krause konnte nicht weiterspielen – und wird den Kielern mehrere Monate fehlen. Denn wie die Untersuchung am Montagvormittag ergab, zog sich der Abwehrspieler eine schwere Verletzung im linken Knie zu: Riss des vorderen Kreuzbandes, dazu noch eine Meniskusverletzung.

Spielersteckbrief Krause

Krause Marlon

3. Liga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Dynamo Dresden
14
2
1. FSV Mainz 05 II
12
3
1. FC Magdeburg
11

"Das ist äußerst bitter für Marlon und die KSV Holstein, er wird uns enorm fehlen. Marlon erhält von uns jede denkbare Unterstützung auf dem Weg zur Genesung", versicherte Kiels Sportlicher Leiter Ralf Heskamp.

Krause kennt sich mit der schweren Verletzung aus: Bereits in der Saison 2013/14 hatte er sich einen Kreuzbandriss zugezogen und sich zurückgekämpft. In der Hinrunde der Folgesaison erarbeitete er sich bei der KSV einen Stammplatz, in der laufenden Spielzeit hatte er bis zu seiner Auswechslung in Osnabrück noch keine Spielminute verpasst.

Keine Nachverpflichtung

Einen personellen Ersatz nach Krauses schwerer Verletzung und dem Abgang von Hauke Wahl (zum SC Paderborn) gab es nicht. "Vereinsführung und Trainerstab haben größtes Vertrauen in die Mannschaft. Jeder steht jetzt in der Verantwortung mitzuhelfen, diese schwierige Situation zu bewältigen", meinte Heskamp. Eine Verpflichtung von Hendrik Starostzik kam nicht zustande. "Wir brauchen Hendrik als Alternative", begründete Kickers-Sportdirektor Michael Zeyer das Nein zum Wechsel gegenüber den Stuttgarter Nachrichten.

bru