Europa League

BVB bekommt vor allem Reisestress

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BVB bekommt vor allem Reisestress

Robert Mak

Aufgepasst: Salonikis Robert Mak glänzte zuletzt als Torjäger. imago

PAOK Saloniki

Der erste zugeloste Gegner kam aus Griechenland und wird die kürzeste Reise: PAOK Saloniki. Aber bereits gegen die Griechen haben die Borussen eine Anreise von über 2000 Kilometern. Zusammen mit den beiden weiteren Gegnern Krasnodar (2871 km) und Qäbälä (3875 km) kommen fast 18.000 Kilometer Hin- und Rückreise zusammen. "Is ja quasi alles um die Ecke", twitterte Mats Hummels in einer ersten Reaktion. Von dieser Herausforderung abgesehen, sind die sportlichen Hürden aber dann doch recht übersichtlich.

Saloniki wird allerdings bestens vorbereitet in die Partien gehen, denn der Traditionsverein hat mit dem einstigen HSV-Mann Frank Arnesen einen Sportchef, der die Bundesliga und den BVB genau kennt. International ist PAOK erfahren und regelmäßig dabei, die ganz großen Erfolge fehlen freilich. Der kroatische Trainer Igor Tudor hat mit dem ehemigen Nürnberger Robert Mak zudem ein in Deutschland bekanntes Gesicht in seinen Reihen. Und der zeigte sich zuletzt treffsicher. Im Play-off-Spiel gegen Bröndby IF steuerte er einen Dreierpack zum 5:0-Erfolg bei. Auch Giorgos Tzavellas, den man noch von Eintracht Frankfurt kennt, ist ein bekanntes Gesicht.

Die größten Erfolge des Vereins liegen aber schon ein paar Jährchen zurück. 1976 und 1985 wurde er griechischer Meister und 1972, 1974, 2001 und 2003 holte er den Pokal.

FK Krasnodar

Während PAOK also ein echter Traditionsverein ist, ist die Geschichte von FK Krasnodar recht schnell erzählt, denn der russische Klub existiert erst seit 2008. Schon 2013 war die Mannschaft erstmals am Europapokal beteiligt. Sie war, was den UEFA-Koeffizienten betrifft, das nominell schwächste Team aus Lostopf drei. Allerdings sollten die Russen nicht unterschätzt werden. In den Play-offs setzten sie sich deutlich gegen HJK Helsinki durch (5:1, 0:0). Im letzten Jahr beendete das Team von Oleg Kononow nicht nur die Liga auf dem dritten Rang, sondern stand 2014 auch im Pokalfinale.

Der Kader ist eine echte Multikulti-Truppe. Brasilien (3), Burkina Faso, Uruguay, Kolumbien, Island, Norwegen, Polen und Schweden sind als Herkunftsländer vertreten.

FK Qäbälä

Die große Unbekannte kommt aus Aserbaidschan – viel Arbeit für die Analysten. Qäbälä spielt in der Premyer Liqasi, der höchsten aserbaidschanischen Liga. 2013/14 belegte der FK Rang drei und qualifizierte sich damit erstmals für die Europa League. Nach dem 0:0 im Play-off zu Hause gegen Panathinaikos Athen holte Qäbälä auswärts ein 2:2 und war damit durch. 2015 kam Ermin Zec zum Klub, vielleicht fragt man mal beim 1. FC Nürnberg nach. Dort wollte man den Flügelspieler verpflichten, allerdings scheiterten die Gespräche letztlich an unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen.

"Wir werden uns gewissenhaft vorbereiten und für diese Herausforderungen bereit sein", versprach Trainer Thomas Tuchel. Los geht es am 17. September erstmal gegen Krasnodar. Die genauen Anstoßzeiten bei den Partien bei Qäbälä und in Krasnodar stehen noch nicht fest und werden von der UEFA erst in den nächsten Tagen festgelegt.

tru/dpa