Hannover: Statistik macht Mut für die Partie in Mainz

Frontzecks klare Worte zu Neuzugängen

Gute Bilanz gegen den FSV Mainz: Hannovers Angreifer Artur Sobiech.

Gute Bilanz gegen den FSV Mainz: Hannovers Angreifer Artur Sobiech. imago

Höchst unterschiedliche Bilder bei den niedersächsischen Bundesligisten. Während in Wolfsburg hektische Betriebsamkeit auf dem Spielermarkt herrscht, hat Hannover 96 das Transferfenster dieses Sommers für sich bereits geschlossen. Trainer Michael Frontzeck fand nach seinem strategischen Austausch mit Klubboss Martin Kind Mitte der Woche nun nochmals klare Worte: "Jetzt noch einmal abschließend für alle . . .", so der 51-Jährige kämpferisch, "wir werden nichts mehr machen. Ich werde mit dieser Mannschaft arbeiten. Wir werden einen harten Weg gehen müssen in den nächsten Wochen und Monaten."

Erfahrene wie junge Spieler mit Potenzial seien dazugekommen. Sie sollen das neue Gesicht der Mannschaft prägen. "Von daher haben wir uns letztendlich entschieden, dass wir jetzt niemanden mehr dazuholen." Der neue Kader habe in nur vier Wochen zusammengestellt werden müssen. "Es ist seriöser, nun über mehrere Monate zu schauen, was die Mannschaft braucht, was für den Klub machbar ist. Wir lassen uns Zeit bis zum Winter, um letztendlich darauf zu reagieren. Dann mit etwas mehr Vorlauf als wir ihn jetzt nach dem letzten Spieltag hatten."

Mit den durchaus vorhandenen finanziellen Reserven solle sorgfältig umgegangen werden, argumentiert Frontzeck. "Ich könnte auch das ganze Geld auf den Tisch werfen und sagen, wir holen irgendwas. Ich möchte das aber besser vorbereiten."

"Es ist ein kleines Zauberhaus dort in Mainz"

Mit den vorhandenen Bordmitteln geht es also an die nächste Aufgabe in der Bundesliga. "Es ist ein kleines Zauberhaus dort in Mainz. Das Stadion ist immer voll, es herrscht eine gute Atmosphäre", weiß Frontzeck, was sein Team am Samstag stimmungsmäßig erwartet.

Mainz liegt Sobiech

Einige Zahlen machen den Hannoveranern Mut. 96 ist bei einem Sieg und zwei Unentschieden saisonübergreifend seit drei Auswärtsspielen unbesiegt und traf dabei auch immer zweimal ins gegnerische Netz. In Mainz scheint das Feld für Artur Sobiech, der nach dem Ausfall Mevlüt Erdincs (Wadenprellung) näher an die Startelf rückt, besonders gut bereitet: Der Stürmer traf in seinen sechs Bundesligaspielen gegen den FSV dreimal, so oft wie gegen keinen anderen Gegner. Auch sein Premierentor machte der Pole am 11. Februar 2012 als Joker zum damaligen 1:1 in Mainz.

Positiv zudem die Statistik für Michael Frontzeck: Von fünf Spielen als Trainer gegen 05 gewann er mit seinen Teams drei, zweimal musste er sich geschlagen geben.

Michael Richter