3. Liga

Fink zieht den Siegtreffer aus der Trickkiste

Chemnitzer Auswärtssieg in Cottbus

Fink zieht den Siegtreffer aus der Trickkiste

Gemeinsamer Jubel im Stadion der Freundschaft: Reagy Ofosu und Siegtorschütze Anton Fink.

Gemeinsamer Jubel im Stadion der Freundschaft: Reagy Ofosu und Siegtorschütze Anton Fink. imago

45 Minuten lang sah es nicht danach aus, als könnte der Chemnitzer FC überhaupt einen Zähler aus Cottbus entführen. Mit dem Rückenwind der beiden Auftaktsiege und der breiten Brust eines Spitzenreiters drängte Energie auf die Führung und scheiterte dabei nur an der mangelhaften Chancenverwertung. Die Gäste retteten sich "etwas glücklich ohne Gegentor in die Pause", wie Außenverteidiger Kevin Conrad zugab. Bis zum Pausenpfiff war auch das Chemnitzer Offensiv-Duo Anton Fink und Frank Löning, vor dem Energie-Coach Stefan Krämer im Vorfeld ausdrücklich gewarnt hatte, weitestgehend abgemeldet.

Nach dem Seitenwechsel wehte von Seiten der Himmelblauen dann aber ein ganz anderer Wind. Vor allem Kapitän Fink und Sturmtank Löning kurbelten das Offensivspiel der Sachsen immer wieder an, Finks erster Abschluss einer Co-Produktion sauste aber knapp über das FCE-Gehäuse (54.). Einem anderen Zusammenspiel der beiden entsprang rund zwanzig Minuten später dann das goldene Tor: Bei einer Freistoßsituation am Sechzehnmeterraum legte Löning auf Fink auf, der das Leder unter der Mauer hindurch in die rechte Ecke zirkelte (76.).

Der Druck fällt ab

Mit dem Griff in die Freistoß-Trickkiste stürzte der 28 Jahre alte Rekordtorjäger der 3. Liga (nun 88 Treffer) Spitzenreiter Cottbus vom Thron - und schoss dem Chemnitzer FC einen riesigen Stein vom Herzen. Nach drei Spieltagen wollte man "nicht ohne Sieg dastehen", beschrieb Fink nach Spielschluss die Drucksituation vor dem Ost-Duell. "Jetzt sind wir sehr erleichtert, dass es mit dem Dreier geklappt hat." Auf die giftgrünen Auswärtstrikots wird der CFC im nächsten Heimspiel gegen Holstein Kiel am Samstag (LIVE! ab 14 Uhr bei kicker.de) wohl nicht setzen - der nächste Sieg soll trotzdem folgen.

Knut Berger/kon