Nürnberg: Sylvestr nutzt seine Chance nicht

Schöpf: "Vielleicht gibt das einen Schub"

Alessandro Schöpf (li.)

Hofft auf einen Schub nach dem Weiterkommen im Pokal: Nürnbergs Alessandro Schöpf (li.), hier gegen Aalens Markus Schwabl. imago

"Es war ein Abnutzungskampf", sagte Alessandro Schöpf nach der lange Zeit zähen Partie gegen den Drittligisten VfR Aalen. "Über die 120 Minuten waren wir die bessere Mannschaft, aber die Durchschlagskraft hat gefehlt. Wir haben die Lücken nicht gefunden." Klare Torchancen blieben so Mangelware, erst durch die Joker Kevin Möhwald und Danny Blum kam mehr Schwung in die Nürnberger Offensive.

Ein Tor gelang aber weiterhin nicht, und auch im folgenden Elfmeterschießen bekleckerte sich der FCN nicht gerade mit Ruhm: Hanno Behrens, Miso Brecko und Even Hovland vergaben, nur Schöpf und Stefan Kutschke verwandelten. Der Club profitierte davon, dass gleich vier Aalener das Tor nicht trafen, Keeper Torsten Kirschbaum musste gar nicht erst eingreifen. "Ich war ein bisschen im Kraftraum in den letzten Tagen, vielleicht haben die Aalener Schützen das gesehen", scherzte der Keeper nach dem 2:1-Sieg im Elfmeterschießen.

Trainersteckbrief Weiler

Weiler René

1. FC Nürnberg - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.05.1900

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Spielbericht

Nach drei Pleiten in Havelse (2012), Sandhausen (2013) und Duisburg (2014) hat der Club die erste Pokalrunde wieder einmal überstanden. "Für uns alle war es eine Erleichterung", sagte Schöpf und hofft: "Vielleicht gibt das der Mannschaft noch mal einen Schub. Wir hoffen, dass wir gegen 1860 die nächsten drei Punkte einfahren können."

Sturm weiterhin die Problemzone

Seine Chance nicht genutzt hat am Montag Jakub Sylvestr, der für den grippegeschwächten Blum von Beginn an spielte. Trainer René Weiler sprach dem Slowaken das Engagement zwar nicht ab, aber: "Er hatte keinen Abschluss. Wenn man ihn an der Durchschlagskraft und der Effizienz misst, hatte er nicht viel zu bestellen. Aber wir hatten viele Spieler, die kaum zum Abschluss kamen." Der Sturm bleibt eine Problemzone, die Einnahmen durch die 2. Pokalrunde (Garantiesumme 268 000 Euro) erlauben nun vielleicht noch eine Nachbesserung.

Nach acht Gegentoren in zwei Ligaspielen spielte der Club in Aalen immerhin zu null. Dave Bulthuis, der in der Innenverteidigung den formschwachen und angeschlagenen Ondrej Petrak vertrat, machte seine Sache ordentlich. Offensivkraft Niklas Füllkrug war nach einer Fieber-Erkrankung noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und stand deshalb nicht im Aufgebot.

David Bernreuther