Das 17-jährige VfB-Talent sammelt Pluspunkte in St. Gallen

Zorniger ist begeistert von Ferati

Stuttgarts Arianit Ferati

Macht dampf und setzt schnell um: Stuttgarts Arianit Ferati. imago

Man wisse ja nie, was im Lauf einer Karriere so alles passiert. Doch bei Ferati ist sich Zorniger sicher. "Er wird ein richtig guter Bundesligaspieler, davon bin ich überzeugt."

Ganz besonders die erfrischende Spielweise des dribbelstarken und schnellen Profilehrlings hat es ihm angetan. „Ari hat vieles, was ich gerne bei einem Mittelfeldspieler sehe. Und ich sehe ihn als Mittelfeldspieler, auch wenn ich ihn auf anderen Positionen spielen lasse.“

Spielersteckbrief Ferati
31

Ferati Arianit

Hamburger SV

Deutschland

Spielerprofil
Bundesliga - 1. Spieltag
1. Spieltag
Trainersteckbrief Zorniger

Zorniger Alexander

vereinslos

Deutschland

Trainersteckbrief
Vereinsdaten VfB Stuttgart

Gründungsdatum09.09.1893

Mitglieder64.000

VereinsfarbenWeiß-Rot

Anschrift Mercedesstraße 109
70372 Stuttgart

Internetwww.vfb.de

Vereinsinfo

Zum Beispiel auf der linken Abwehrseite, wo sich Ferati ebenfalls problemlos zurechtfindet. Sein Platz soll dies dennoch nicht bleiben, aber es soll ihn weiterbringen. "Um ein perfektes Spielverständnis von deiner eigenen Position zu haben, musst du auch wissen, was auf den anderen Positionen so passiert", erklärt Zorniger.

Dass Ferati nicht früher oben durchstarten konnte, lag an der geltenden Altersgrenze in der DFL, die bei 17 Jahren liegt. Der Rekord von Nuri Sahin, der mit 16 Jahren und elf Monaten das erste Mal in einem Bundesligaspiel auf dem Rasen stand, war nur mit einer Sondergenehmigung möglich.

Die braucht Ferati, dessen zwei Jahre jüngerer Bruder Ali nicht minder talentiert sein soll und der in der Stuttgarter U 17 spielte, jetzt nicht mehr. Nicht nur sportlich, sondern auch charakterlich scheint Arianit bereit für den großen Fußball zu sein.

Das unterstreicht eine Anekdote, die Zorniger verrät: "Ari ist frech und setzt Dinge um - und zwar sofort." Wie zum Beispiel Anweisungen zur Spielweise des neuen Trainers. "Zu unserem Balljagen gehört auch verbale Unterstützung", sagt Zorniger. "Das heißt: Wenn man den Ball jagt, dann ruft man den Mitspielern schon mal zu: Schnapp ihn dir, bleib dran. Dann stellen sich beim Gegner schon mal die Nackenhaare auf."

Nachdem der 47-Jährige seinen Schützling zuletzt darauf hingewiesen hatte, "hat er das ganze Spiel über gequatscht".

Zorniger: "Man muss auch aufpassen ..."

Trotz des vielen Lobs will Zorniger allerdings nicht vergessen, vor den Gefahren des Geschäfts zu warnen. "Man muss auch aufpassen: Wenn er in fünf Jahren auf der Kreissparkasse eine Ausbildung macht, heißt es gleich: Der Zorniger hat das und das gesagt."

Ein Risiko, das sich nach aktuellem Stand gen null tendiert.

George Moissidis