Bundesliga

Carlos Ascues: "Ich war zu jung"

VfL-Neuzugang im dritten Anlauf in Europa

Carlos Ascues: "Ich war zu jung"

Carlos Ascues

Neuzugang beim VfL Wolfsburg: Carlos Ascues. imago

Aus Wolfsburgs Trainingslager in Donaueschingen berichtet Thomas Hiete

Am Donnerstag stand er bereits schon mit seinen neuen Kollegen auf dem Trainingsplatz, Carlos Ascues agierte in der Innenverteidigung. "Ich kann aber auch im Mittelfeld spielen", betont der Neuzugang, der glücklich ist, dass sein Transfer nun über die Bühne ging. "Wolfsburg ist ein wichtiger Klub in Deutschland." Und der VfL ist für ihn sein dritter Versuch in Europa. 2012 war er bereits zur zweiten Mannschaft von Benfica Lissabon gewechselt, anschließend versuchte er sich beim griechischen Erstligisten Panetolikos Agrinio – ohne nennenswerten Erfolg. "Ich war damals noch zu jung", erklärt der 23-Jährige, "außerhalb des Fußballplatzes hatte ich Probleme."

Doch Ascues ist gereift, als Mensch und als Spieler. VfL-Manager Klaus Allofs erkundigte sich auch beim Nationalmannschaftskollegen Claudio Pizarro über den Defensivmann. "Ich habe ihn angerufen und wollte wissen, was er für ein Typ ist", so Allofs, der ein positives Feedback erhielt. Und sich den ehemaligen U-21-Nationalmannschaftskapitän Perus nun für 1,5 Millionen Euro angelte. Wie fit ist Ascues? "Ich bin okay", sagt er. Nach der Copa America hatte er fünf Tage Pause, dann trainierte er wieder beim FBC Melgar, für den er in der vergangenen Woche auch noch ein letztes Mal spielte.

Klaus Allofs, Carlos Ascues, Dieter Hecking (v.l.n.r.)

Bei der Spielerpräsentation: Manager Klaus Allofs (l.) und Trainer Dieter Hecking (r.) mit Neuzugang Carlos Ascues (m.). imago

Auf sein Debüt beim VfL muss der gebürtige Venezolaner allerdings noch etwas warten. Beim Emirates Cup am Wochenende in London, wo der VfL auf den FC Villarreal und den FC Arsenal trifft, wird der Neuzugang, der die Rückkennummer sechs erhält, noch fehlen. "Ein Visum war nicht mehr zu realisieren", erklärt Klaus Allofs, "deswegen wird er in Wolfsburg trainieren." Trainer Dieter Hecking glaubt, dass seine neue Alternative für die Innenverteidigung oder das defensive Mittelfeld keine große Eingewöhnungszeit benötigt. "Wir haben von ihm viel Gutes gesehen. Es wäre wünschenswert, dass er uns sofort hilft." Ein bisschen umstellen müsse er sich allerdings, so der Coach. "Er liebt das Risiko, da müssen wir ihm noch ein bisschen was mit auf den Weg geben."