Bundesliga

Freigabewunsch De Bruynes? Allofs: "Das ist eine Ente!"

Wolfsburg: Ascues unterschreibt für drei Jahre

Freigabewunsch De Bruynes? Allofs: "Das ist eine Ente!"

Würde Angebote stets prüfen: Klaus Allofs.

Würde Angebote stets prüfen: Klaus Allofs. imago

Aus dem Trainingslager in Donaueschingen berichtet Thomas Hiete

"Seit Monaten wird über ihn spekuliert. Das ist ja schon fast normal", sagte Allofs über die nicht enden wollenden Gerüchte um einen möglichen Abgang von De Bruyne aus Wolfsburg und stellte unmissverständlich klar, dass der Belgier selbst nicht nachgefragt hatte, ob er den Verein verlassen könne. Das hatte am Mittwoch noch die englische Tageszeitung Daily Mirror berichtet. "Das ist definitiv eine Ente", so Allofs, dem die Gerüchte um mögliche Abgänge allmählich auf den Zeiger gehen. "Erst war es Dost, dann Perisic, dann De Bruyne und jetzt Rodriguez", zählte der Manager nur ein paar Profis auf, die in letzter Zeit mit anderen Klubs in Verbindung gebracht wurden und ergänzte: "Wir werden nicht in Ruhe gelassen."

Spielersteckbrief De Bruyne
De Bruyne

De Bruyne Kevin

Spielersteckbrief Ascues
Ascues

Ascues Carlos

VfL Wolfsburg - Vereinsdaten
VfL Wolfsburg

Gründungsdatum

12.09.1945

Vereinsfarben

Grün-Weiß

Als Grund dafür hat Allofs den sportlichen Erfolg der Niedersachsen ausgemacht. "Wir können jetzt anfangen, arrogant zu werden", sagte Allofs scherzhaft, "aber das tun wir nicht". Dieser sportliche Erfolg ist unmittelbar mit den VfL-Profis verbunden, das ist nicht von der Hand zu weisen. Und "wir wollen unsere Spieler behalten", beteuert Allofs, denn Wolfsburg wartet "nicht auf Angebote, um Kasse zu machen." Unabhängig davon würde man aber ernsthafte Angebote stets prüfen. "Wenn etwas kommen sollte, dann werden wir uns damit auseinandersetzen", erklärte Allofs: "Das sind wir unseren Spielern schuldig."

Dreijahresvertrag: Ascues kommt nach Wolfsburg

Ein ernsthaftes Angebot hat indes der VfL selbst im Fall von Carlos Ascues gemacht und den Transfer nun realisiert. Der 23-Jährige unterschrieb am Donnerstag beim VfL einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018 und wird künftig die Rückennummer 6 tragen. Das gaben die Niedersachsen bekannt, machten zu den Ablösemodalitäten aber keine Angaben. Kolportiert wird aber eine Ablöse von rund 1,5 Millionen Euro.

"Mit Ascues haben wir einen vielseitig einsetzbaren Spieler verpflichtet, der bislang vor allem in der Defensive zum Einsatz kam, aber auch schon offensiv Akzente setzen konnte", hob VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs die Qualitäten des Neuen hervor, während Coach Dieter Hecking klar machte: "Carlos passt als junger, entwicklungsfähiger Spieler exakt in unserer Anforderungsprofil. Dass er zudem auf mehreren Positionen einsetzbar ist, macht seine Verpflichtung noch sinnvoller für uns. Er hat das Potenzial, sich auf lange Sicht in der Bundesliga durchzusetzen."

Ascues, der auch schon Erfahrungen in anderen europäischen Ligen (Benfica Lissabon, Panetolikos FC) gesammelt hat und auch schon zwölf Länderspiele für Peru vorweisen kann, freut sich auf seinen neuen Klub, ist sich aber auch darüber bewusst, dass es schwer für ihn wird. "Die Umstellung vom peruanischen auf den deutschen Fußball wird nicht leicht, aber ich werde alles dafür tun, dass ich mich schnell einlebe und in das Team integriere", sagte Ascues, der am Mittwoch den Medizincheck in Donaueschingen bestanden hat und am Donnerstag bereits am Training der Wölfe teilnahm.

Thomas Hiete/drm