WM-Torschützenkönigin beendet ihre Karriere

Abschied von der Fußballbühne: Sasic macht Schluss

Celia Sasic

Beendet ihre Karriere: Toptorjägerin Celia Sasic. Getty Images

Mit 21 Toren für den Tabellendritten Frankfurt hat sie sich in der vergangenen Spielzeit die Torschützenkrone in der Bundesliga der Frauen aufgesetzt, bei der WM in Kanada erhielt sie den "Goldenen Schuh" als beste Torjägerin. Mit sechs Treffern hatte sie maßgeblichen Anteil daran, dass die DFB-Auswahl bis in das Halbfinale vorstieß. Allerdings machte sie dort ein Elfmeterfehlschuss beim Stand von 0:0 gegen den späteren Weltmeister USA (0:2) zur tragischen Heldin.

Nun ist Schluss: Nach 111 Partien für Deutschland und 175 Spielen für Bad Neuenahr und Frankfurt im deutschen Oberhaus verabschiedet sich Sasic von der Fußballbühne. "Fußball begleitet mich schon mein ganzes Leben und wird auch immer ein Teil von mir sein. Elf Jahre durfte ich in der Frauen-Bundesliga und lange zehneinhalb Jahre in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft unvergessliche Momente erleben und Teil einer unglaublichen Entwicklung sein. Das macht mich stolz. Nichtsdestotrotz habe ich mich nun dazu entschieden, neue Wege zu gehen und meine aktive Laufbahn im Profifußball zu beenden", ließ die Stürmerin wissen, die eine ganze Palette an Erfolgen vorzuweisen hat.

Ich bedauere die Entscheidung von Celia, kann sie aber auch nachvollziehen.

Bundestrainerin Silvia Neid

Mit der DFB-Auswahl wurde sie 2009 und 2013 Europameisterin, die Angreiferin holte 2008 Bronze bei Olympia in Peking und mit Frankfurt durfte sie den DFB-Pokal (2014) und die Champions-League-Trophäe (2015) in die Höhe stemmen. Das Finale der Königsklasse war das letzte Spiel für den FFC, der vergeblich hoffte, dass Sasic doch noch weiter bei den Hessinnen die nötigen Tore schießen würde.

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"Ich bedauere die Entscheidung von Celia, kann sie aber auch nachvollziehen, denn Fußball ist nicht alles im Leben, und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man andere Prioritäten setzen muss", äußerte sich Bundestrainerin Silvia Neid auf dfb.de, "für uns ist das ein echter Verlust." Die U19-Weltmeisterin von 2004 freut sich jetzt aber erst einmal "auf eine ganze Menge neuer Dinge, die vor mir liegen: Mein Studium beenden, mich beruflich orientieren, eine Familie gründen und vieles mehr."

nik

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