Stuttgart: Große Abstimmungsprobleme

1:4 in Bern - Zorniger zieht seine Schlüsse

Gesprächsbedarf: Stuttgarts Trainer Alexander Zorniger spricht mit Martin Harnik (li.) und Daniel Ginczek.

Gesprächsbedarf: Stuttgarts Trainer Alexander Zorniger spricht mit Martin Harnik (li.) und Daniel Ginczek. Imago

Lediglich die verletzten Timo Baumgartl und Mitchell Langerak sowie der angeschlagene Christian Gentner und Timo Werner (U-19-EM) fehlten. Das Fazit fällt dabei nüchtern aus.

Während in der Schweiz der Ligastart unmittelbar bevorsteht, haben die Bundesligisten noch etwas Zeit. Das hatte zur Folge, dass die Berner in einer besseren Verfassung waren als die Schwaben. Das zeigte sich dann auch auf dem Platz. Während die Young Boys durchaus flüssig zu Werke gingen, waren beim VfB einige Abstimmungsprobleme sichtbar.

Das wurde vor allem bei den Gegentreffern deutlich: So kam Milan Vilotic beim zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer - Alexandru Maxim hatte die Gäste nach fünf Minuten in Führung gebracht - bei einer Ecke relativ unbedrängt zum Kopfball (8.), während etwas später Alexander Gerndt frei vor VfB-Schlussmann Przemyslaw Tyton auftauchte und auf 2:1 stellte (16.). Ebenso gestatteten die Schwaben Berns Neuzugang Miralem Sulejmani bei dessen Treffer zum 3:1 viel zu viel Raum (30.).

Aus Stuttgarter Sicht wurde es erst nach der Pause besser. Vor allem die Abwehr wirkte nun stabiler, die aber kurz vor Schluss doch noch einmal überwunden wurde: Haris Tabakovic bedankte sich für einen feinen Pass in die Tiefe und markierte in der 87. Minute den 4:1-Endstand.

Ein Resultat, das für Unzufriedenheit sorgte, was nur unschwer aus Zornigers Resümee abgeleitet werden konnte: "Uns hat heute über weite Strecken die Kompaktheit gefehlt, wir hätten das in mehreren Situationen besser machen müssen", sagte der Coach und versprach: "Wir wissen, dass wir uns noch vieles erarbeiten müssen. Das werden wir in den nächsten Wochen tun."

drm