H96 vergibt Trikotnummern: Symbolik bei Sorg und Benschop

Kiyotake auf Stindls Spuren, Briand nicht dabei

Hiroshi Kiyotake

Neues Saison, neue Nummer: Hiroshi Kiyotake beerbt erneut Lars Stindl. imago

Aufmerksame Netz-Surfer haben sie schon auf der Website des Vereins entdeckt: Die Übersicht über die voraussichtlichen Rückkennummern, mit denen die Spieler von Hannover 96 an diesem Mittwoch in die neue Saison starten. Auf den ersten Blick ist es eine ganz gewöhnliche Liste. Auf den zweiten allerdings entdeckt der Betrachter interessante Hinweise.

Hiroshi Kiyotake zum Beispiel wandelt auch weiterhin auf den Spuren des nach Mönchengladbach gewechselten Kapitäns Lars Stindl - und das nicht nur auf dem Platz, wo dem Japaner Stindls Rolle im zentralen offensiven Mittelfeld zugedacht ist. Als Kiyotake vor einem Jahr aus Nürnberg nach Hannover wechselte, bekam er die Rückennummer 28 von Stindl, der wiederum die 10 übernahm. Nun geht diese symbolträchtige Nummer wieder von Stindl über an Kiyotake, der bei den Niedersachsen am Ball und per Ziffern auf dem Hemd künftig der "Zehner" ist.

Spielersteckbrief Tschauner

Tschauner Philipp

Spielersteckbrief Briand

Briand Jimmy

Spielersteckbrief Sorg

Sorg Oliver

Spielersteckbrief Hirsch

Hirsch Maurice

Spielersteckbrief Benschop

Benschop Charlison

Spielersteckbrief Sahin-Radlinger

Sahin-Radlinger Samuel

Spielersteckbrief Kiyotake

Kiyotake Hiroshi

Symbolträchtig auch die 29 für Verteidiger Oliver Sorg, den Neuzugang aus Freiburg. Viele in Hannover verbinden die Nummer noch mit einem der bekanntesten Verteidiger der Vereinsgeschichte: Weltmeister Per Mertesacker, der sie dort einst trug, ehe er - mit derselben Nummer - seinen erfolgreichen Weg in Bremen fortsetzte. Vom Offensivspieler zum Mann zwischen den Pfosten "wandert" die Trikotnummer 13: Sie erhält der vom FC St. Pauli kommende Keeper Philipp Tschauner vom scheidenden Ex-Star Jan Schlaudraff.

Der Wunsch von Hannovers Neuzugang Charlison Benschop, die Nummer 35 tragen zu dürfen, konnte derweil nur mithilfe eines seiner künftigen Kollegen erfüllt werden. Maurice Hirsch trat sie ab an den Niederländer, der der Zahl aus einem traurigen Grund verbunden ist: Im Alter von nur 35 Jahren verstarb einst Benschops Vater, zu dessen Ehren und Gedenken der Sohn seither bevorzugt diese Nummer trägt.

Keine Nummer für Briand

Maurice Hirsch unterdessen wechselte auf die 23, die noch im vergangenen Jahr Samuel Radlinger trug. Der Keeper, der aus Nürnberg zurückkehrt, bekommt die 30. Trainer Michael Frontzeck hat angekündigt, alle zurückkehrenden Leihgaben genau unter die Lupe nehmen zu wollen. Darunter Valmir Sulejmani (von Union Berlin, Nummer 38) und Vladimir Rankovic (zurück aus Aue, Nummer 27).

Nicht in der offiziellen Rückennummer-Übersicht des Vereins taucht schließlich Jimmy Briand auf - sein Vertrag endet offiziell zum 30. Juni. Seine 21 bleibt vorerst frei. Vielleicht nimmt der Franzose doch noch das Angebot auf Vertragsverlängerung an, auch wenn die Hoffnungen gering sind.

Michael Richter

Vom Schwarzwald bis nach China