U 21

Überraschung! Favorit Italien verliert - Lions verzweifeln

U-21-EM in Tschechien: Ishak frustriert Sturaro & Co.

Überraschung! Favorit Italien verliert - Lions verzweifeln

Schwedens U 21

Ausgelassene Stimmung: Schwendens U 21 feiert das überraschende 2:1 gegen Italien. Getty Images

Nach einem verwandelten Foulelfmeter von Domenico Berardi führte Italien zur Pause aufgrund der besseren Spielanlage verdientermaßen mit 1:0 (29.), zudem sah in der vorhergegangenen Aktion Schwedens Verteidiger Alexander Milosevic für eine Notbremse an Gegenspieler Andrea Belotti Rot (28.).

Im zweiten Durchlauf aber verlor die Elf von Trainer Luigi Di Biagio trotz Überzahl mehr und mehr den Faden, während die Skandinavier ihre Chance witterten und durch den Treffer von John Guidetti zunächst das 1:1 markierten (56.). Ein Gegentreffer mit Beigeschmack, schließlich hat der zuletzt bei Celtic Glasgow aktive und auch als "The Swedish Wayne Rooney" bekannte Guidetti italienische Wurzeln.

Spielersteckbrief Guidetti
Guidetti

Guidetti John

Spielersteckbrief Sturaro
Sturaro

Sturaro Stefano

Spielersteckbrief Heuer Fernandes
Heuer Fernandes

Heuer Fernandes Daniel

Spielersteckbrief H. Kane
H. Kane

Kane Harry

Spielersteckbrief Ishak
Ishak

Ishak Mikael

U-21-Europameisterschaft - Vorrunde, 1. Spieltag
U-21-Europameisterschaft - Tabelle - Gruppe B
Pl. Verein Punkte
1
Schweden
3
2
Portugal
3
3
Italien
0

Doch damit nicht genug: Schwedens Coach Hakan Ericson brachte Mikael Ishak, der sich direkt "erfolgreich" einführte. Der Angreifer schoss den am Boden liegenden Stefano Sturaro von Champions-League-Finalist Juventus Turin absichtlich an. Der 22-Jährige stand prompt auf und ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen - er langte Ishak, der in dieser Szene ohne Bestrafung davonkam, ins Gesicht. Es setzte von Schiedsrichter Tasos Sidiropoulos aus Griechenland die Rote Karte (80.).

Ishak wird zu Schwedens Held - und zu Italiens Feind

Die U-21-EM im Überblick

Mit zehn Spielern auf jeder Seite begann die Schlussphase, in der die Joker Danilo Cataldi von Lazio Rom (74.) und Empolis Simone Verdi (90.+1) beste Chancen für Italien liegenließen, während sich erneut Ishak erfolgreich aufmachte. Der Stürmer tankte sich in den Strafraum, fädelte gegen Torhüter Francesco Bardi clever ein und zog den umstrittenen Elfmeter, den Kiese Thelin zum vielumjubelten 2:1 verwandelte.

Nach Schlusspfiff zeichnete sich folgendes Bild: Die Azzurrini echauffierten sich über sich selbst und beim Schiedsrichter, die Schweden lagen sich hocherfreut in den Armen. Mit dieser Niederlage steht Italien schon jetzt heftig unter Druck, wenn nicht schon in der Gruppenphase das Aus folgen soll. Für den klaren Außenseiter Schweden, bei dem der Gladbacher Branimir Hrgota nicht zum Einsatz gekommen ist, lebt dagegen der Traum vom Halbfinale mehr denn je.

Kane & Co. raufen sich die Haare - Joao Mario staubt ab

Harry Kane

Kein Glück im Abschluss: Harry Kane von den Tottenham Hotspur. Getty Images

Im zweiten Spiel der Gruppe B standen sich am späteren Donnerstagabend England und Portugal, bei denen Torhüter Daniel Heuer Fernandes von Drittligist VfL Osnabrück nicht zum Einsatz kam, gegenüber. Beide Mannschaften scheuten sich von Beginn an nicht davor, offensivfreudig zu agieren. Der Unterschied zwischen beiden Parteien: Die Südeuropäer kombinierten teils schön, doch häufig zu querpasslastig, während die "Young Lions" zielstrebiger auftraten und sich deswegen auch die Mehrzahl an Chancen herausarbeiteten.

Unter anderem vergaben Redmond (12.), Kane (34. und 35.), Lingard (45.) und Ward-Prowse (50.) die mögliche und nicht unverdiente Führung Englands. Besser machten es schließlich die Portugiesen, die in der 57. Minute das Tor des Abends verbuchten: Zunächst wurde hier Bernardo Silva im Strafraum gestoßen und blieb liegen. Als der Ball glücklich zum Ideengeber zurück gelangte, schaltete dieser schnell und schoss das Leder an den linken Pfosten. Die Abwehr der jungen Löwen agierte hernach zu langsam - ganz im Gegenteil zu Joao Mario, der aus kürzester Distanz zum 1:0 abstaubte.

Englands Sturmhoffnung Harry Kane von den Tottenham Hotspur machte dagegen zu wenig aus seinen Möglichkeiten - auch in der Sturm- und Drangphase der letzten Spielminuten, als er zum Beispiel in Minute 83 noch einmal zum Schuss ansetzte.

mag/sid