Frauen-WM in Kanada: Schweden und Schweiz zittern

Wambach schießt die USA zum Gruppensieg

Abby Wambach

Das Tor zum Gruppensieg: Star-Stürmerin Abby Wambach brachte die USA auf Achtelfinalkurs. imago

Gruppe D: Wambach ballert USA an die Spitze - Australien vor Schweden

Im engen Platzierungsrennen in der Gruppe D sicherten sich die USA dank eines knappen 1:0-Erfolgs über Nigeria Platz eins. Kurz vor dem Halbzeitpfiff löste Star-Stürmerin Abby Wambach den Knoten und erzielte den Treffer des Abends in Vancouver. Mit ihrem insgesamt 14. WM-Treffer zog die 35-Jährige mit der Deutschen Birgit Prinz gleich und liegt nur noch ein Tor von der Weltspitze (Brasiliens Marta, 15 Tore) entfernt. Nach ihrem zweiten Gruppensieg sind die Amerikanerinnen nach wie vor ungeschlagen, glänzten einmal mehr durch Effektivität (sieben Punkte, 4:1 Tore) und dürfen sich auf die K.o-Phase freuen. Für Nigeria ist die Weltmeisterschaft dagegen beendet.

Gruppe D

Im Parallelspiel duellierten sich Australien und Schweden, die nur ein Punkt trennte, um Platz zwei. Auf eine Abtastphase wurde scheinbar bewusst verzichtet, denn schon nach einer Viertelstunde zeigte die Anzeigetafel 1:1: Zunächst schoss Lisa de Vanna die "Matildas" in Führung (5.), zehn Minuten später glich Sofia Jakobsson für die Skandinavierinnen aus (15.). Während die Truppe aus Down Under Rang zwei verteidigte und damit direkt fürs Achtelfinale qualifiziert ist, muss das Team von Trainerin Pia Sundhage bangen und kann nach drei Unentschieden nur noch als eine der besten vier drittplatzierten Nationen im Turnier bleiben.

Gruppe C: Schweiz verzockt Führung - Japan Gruppensieger

Gaelle Enganamoit & Rachel Rinast

Nicht zu halten: Kameruns Gaelle Enganamoit (l.) gegen die Schweizerin Rachel Rinast (r.). imago

In der Gruppe C verpasste die Schweiz überraschend den direkten Einzug ins WM-Achtelfinale. Im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun gaben die Eidgenossinnen in Edmonton eine 1:0-Führung aus der Hand. Die für den 1. FFC Frankfurt in der Bundesliga stürmende Ana-Maria Crnogorcevic hatte die Nati nach einer knappen halben Stunde in Front geschossen (24.). Nach dem Seitenwechsel aber drehten die Afrikanerinnen erst auf und dann auch noch das Spiel: Gabrielle Onguene (47.) und Madeleine Ngono Mani (62.) stellten auf 2:1 und lösten damit das Achtelfinal-Ticket für die Afrikanerinnen. Die Schweiz, die von der deutschen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg gecoacht wird, muss hingegen zittern und hat nur noch die Chance, sich als eine der vier besten Gruppendritten für die K.o.-Phase zu qualifizieren.

Gruppe C

Im Parallelspiel Ecuador gegen Japan untermauerte Nippon seine Favoritenstellung und machte den Gruppensieg schon denkbar früh perfekt: Yuki Ogimi erzielte den Siegtreffer bereits in der 5. Spielminute. Der Titelverteidiger war schon vor der Partie für das Achtelfinale qualifiziert und spielte in Winnipeg daher auf Sparflamme. Ecuador ist damit ausgeschieden.

cru

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